Deutsche Tageszeitung - Duo aus Bayern soll hunderten Studierenden zu illegalem Aufenthalt verholfen haben

Duo aus Bayern soll hunderten Studierenden zu illegalem Aufenthalt verholfen haben


Duo aus Bayern soll hunderten Studierenden zu illegalem Aufenthalt verholfen haben
Duo aus Bayern soll hunderten Studierenden zu illegalem Aufenthalt verholfen haben / Foto: © AFP/Archiv

Zwei Männer aus Bayern sollen hunderten Studierenden aus Drittstaaten gegen Geld mit fiktiven Bescheinigungen zum illegalen Aufenthalt in Deutschland verholfen haben. Gegen sie wird wegen gewerbsmäßiger Schleusung in zahlreichen Fällen ermittelt, wie die Polizei in Straubing am Mittwoch mitteilte. Ins Rollen kamen die Ermittlungen durch das Bürgeramt der Stadt Deggendorf und das Ausländeramt des Landratsamts Deggendorf.

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Die Behörden stellten im Sommer fest, dass zuletzt auffällig viele Studenten aus Drittstaaten nach Deggendorf gezogen waren. An den betroffenen Anschriften waren mehr Menschen gemeldet, als es Wohnraum für sie gab. Da sie Scheinmietverhältnisse vermuteten, schalteten die Behörden die Polizei ein.

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass Studierende aus Drittstaaten zunächst legal zur Aufnahme eines Studienplatzes mit einem nationalen Visum einreisten. Mit diesem Visum dürfen sie sich sechs bis zwölf Monate in Deutschland aufhalten. Um den Aufenthaltstitel zu verlängern, müssen die Studierenden einen gemeldeten Wohnsitz nachweisen.

In den Fokus rückten zwei Männer aus Deggendorf. Sie sollen den Studierenden gegen Geld fiktive Mietverträge ausgefertigt haben, mit denen sie ihren Aufenthalt illegal verlängern konnten. Dafür soll das Duo einen niedrigen sechsstelligen Betrag bekommen haben.

Insgesamt sollen sie knapp 400 Studierenden dabei geholfen haben, sich einen Aufenthaltstitel zu erschleichen. Bei einer Durchsuchung von mehreren Immobilien am Mittwoch wurden zahlreiche Speichermedien beschlagnahmt. Die beiden Verdächtigen blieben auf freiem Fuß.

(L.Svenson--DTZ)

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