Deutsche Tageszeitung - Grönland: Trump setzt auf "sehr gute" Lösung zu Grönland und kritisiert Europäer

Grönland: Trump setzt auf "sehr gute" Lösung zu Grönland und kritisiert Europäer


Grönland: Trump setzt auf "sehr gute" Lösung zu Grönland und kritisiert Europäer
Grönland: Trump setzt auf "sehr gute" Lösung zu Grönland und kritisiert Europäer / Foto: © AFP

Im Konflikt um Grönland setzt US-Präsident Donald Trump auf eine "sehr gute" Lösung innerhalb der Nato. "Ich denke, wir werden etwas ausarbeiten, womit die Nato sehr zufrieden sein wird und womit auch wir sehr zufrieden sein werden", sagte Trump am Dienstag in Washington vor seiner Abreise zum Weltwirtschaftsforum in Davos. Er ließ offen, wie eine solche Einigung aussehen könnte.

Textgröße ändern:

Zur Frage einer Journalistin, ob er für seine Forderung nach einer vollständigen US-Kontrolle über Grönland die Spaltung der Nato in Kauf nehme, sagte Trump: "Ich denke, es wird etwas passieren, das sehr gut für jeden ist."

Die USA bräuchten Grönland "für die nationale Sicherheit und sogar für die Sicherheit der Welt", bekräftigte Trump. Er kündigte ein persönliches Gespräch mit der politischen Führung in Grönland zu diesem Thema an. "Ich bin sicher, sie werden begeistert sein", sagte er.

Zugleich erneuerte Trump vor seinen Gesprächen in Davos die Kritik an den Europäern. Über den britischen Premier Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte er, sie seien "ein bisschen ruppig", wenn er nicht zugegen sei. "Aber wenn ich da bin, behandeln sie mich sehr freundlich", fügte er hinzu.

Über Macron sagte Trump, dieser sei ohnehin "nicht mehr sehr lange da". Er spielte damit auf die Präsidentschaftswahl in Frankreich im kommenden Jahr an, bei der Macron nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten kann.

Mit Blick auf den Ukraine-Krieg schlug Trump eine Einladung Macrons zu einem kurzfristigen Krisentreffen der G7-Staaten in Paris aus. Er würde nicht daran teilnehmen, sagte der US-Präsident. Trump hatte zuvor eine persönliche Nachricht Macrons veröffentlicht, in der der französische Präsident ihm ein solches Treffen am Donnerstag vorgeschlagen hatte. Macron selbst sagte später in Davos, es sei kein solches Treffen mehr geplant.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Kubanische Regierung begnadigt mehr als 2000 Gefangene

Die kubanische Regierung hat die Freilassung von mehr als 2000 Gefangenen bekanntgegeben. Die 2010 Häftlinge würden als "humanitäre" Geste in der Karwoche begnadigt werden, teilte die Regierung in Havanna am Donnerstag (Ortszeit) mit. Zuletzt hatte die US-Regierung von Präsident Donald Trump den Druck auf die kommunistisch regierte Karibikinsel erhöht.

Junta-Chef: Menschen in Burkina Faso müssen Demokratie "vergessen"

Der Chef der in Burkina Faso regierenden Militärjunta hat die Bürger des westafrikanischen Landes aufgefordert, die Demokratie zu "vergessen". "Die Leute müssen die Frage der Demokratie vergessen, die Demokratie ist nichts für uns", sagte Hauptmann Ibrahim Traoré am Donnerstag in einem im Staatssender RTB ausgestrahlten Interview mit in- und ausländischen Journalisten. "Wir reden gar nicht erst von Wahlen", sagte er.

Frankreich: EU-Abgeordnete wegen "Rechtfertigung von Terrorismus" in Polizeigewahrsam genommen

Die französisch-palästinensische Europaabgeordnete Rima Hassan ist nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft wegen der "Rechtfertigung von Terrorismus" vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen worden. Hassan sei am Donnerstagabend wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden und habe eine gerichtliche Vorladung für den 7. Juli wegen "online begangener Rechtfertigung von Terrorismus" erhalten, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit. Außerdem wurde dem Fall nahestehenden Kreisen zufolge eine geringe Menge synthetischer Drogen in Hassans Tasche gefunden.

Bundesaußenminister Wadephul verteidigt Nato gegen Kritik Trumps

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Nato gegenüber Kritik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. "Wir sind stärker als je zuvor", sagte Wadephul den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). "Wir sollten all das nicht infrage stellen, sondern auf unseren Erfolgen aufbauen", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: