Deutsche Tageszeitung - US-Gesandte Witkoff und Kushner treffen Putin für Gespräche in Moskau

US-Gesandte Witkoff und Kushner treffen Putin für Gespräche in Moskau


US-Gesandte Witkoff und Kushner treffen Putin für Gespräche in Moskau
US-Gesandte Witkoff und Kushner treffen Putin für Gespräche in Moskau / Foto: © POOL/AFP

Eine US-Delegation ist am Donnerstagabend für Ukraine-Gespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau zusammengekommen. Ein vom Kreml veröffentlichtes Video zeigte Putin beim Händeschütteln mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff, Jared Kushner und dem Berater des Weißen Hauses, Josh Gruenbaum. Nach Angaben des Kremls nahmen von russischer Seite der Präsidentenberater Juri Uschakow sowie der Gesandte Kirill Dmitriew an dem Treffen teil.

Textgröße ändern:

Die Bemühungen um eine diplomatische Beilegung des Konflikts zwischen Moskau und Kiew haben in den vergangenen Monaten Fahrt aufgenommen. Russland, das rund 20 Prozent der Ukraine besetzt hält, dringt auf die vollständige Kontrolle über die östliche Donbass-Region.

Kiew hat jedoch davor gewarnt, dass das Abtreten von Gebieten Moskau ermutigen würde. Die Ukraine will kein Friedensabkommen unterzeichnen, das Russland nicht von einem erneuten Angriff abhält.

Vor dem Treffen hatte Witkoff erklärt, er gehe nur noch "von einem einzigen Problem" zwischen beiden Seiten aus. Welches Problem dies sei, führte er jedoch nicht aus.

Wenige Stunden zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Einigung mit Washington über Sicherheitsgarantien für die Ukraine bekannt gegeben.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Handfester Koalitionskrach um Entlastungen - Merz zählt Reiche an

Der Streit um Lösungen in der Energiepreiskrise hat sich zu einem handfesten Koalitionskrach ausgewachsen. Nachdem Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) offen auf Konfrontationskurs zu Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) gegangen war, wurde sie von Kanzler Friedrich Merz (CDU) angezählt. Merz sei "befremdet" über den Streit und mahne Reiche zur Zurückhaltung, wie aus seinem Umfeld verlautete. Die SPD warf Reiche koalitionsschädigendes Verhalten vor.

Streit um Energiepolitik: Merz kritisiert Reiche

Im Koalitionsstreit um die Energiepolitik hat Bundeskanzler Friedrich Merz Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) zur Zurückhaltung aufgefordert. Der Kanzler sei "befremdet" über den öffentlichen Schlagabtausch, hieß es am Freitag aus dem Umfeld des Bundeskanzlers. Merz mahne die Koalitionäre zur Geschlossenheit. Es gehe jetzt um das Land, nicht um Parteibefindlichkeiten.

Vance zu Iran-Friedensgesprächen nach Pakistan aufgebrochen

US-Vizepräsident JD Vance hat die USA am Freitag in Richtung Pakistan verlassen, wo er mit Vertretern aus Teheran über eine Friedenslösung im Iran-Krieg verhandeln will. "Wir werden versuchen, positive Verhandlungen zu führen", sagte Vance vor seinem Abflug vom Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews vor den Toren der US-Hauptstadt Washington.

Feuerpause im Ukraine-Krieg zum orthodoxen Osterfest geplant - neue russische Angriffe

Im Ukraine-Krieg sollen zum orthodoxen Osterfest am Wochenende für 32 Stunden die Waffen schweigen: Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat die Bereitschaft seines Landes zur Einhaltung einer vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angekündigten Feuerpause ab Samstagnachmittag erklärt. Zugleich forderte er die vollständige Rückkehr zu den von den USA teilweise gelockerten Ölsanktionen gegen Moskau. Bei neuen russischen Angriffen in der Ostukraine wurden nach Behördenangaben zwei Menschen getötet.

Textgröße ändern: