Deutsche Tageszeitung - Geldstrafe für Bürgermeisterin aus Baden-Württemberg wegen Urkundenfälschung

Geldstrafe für Bürgermeisterin aus Baden-Württemberg wegen Urkundenfälschung


Geldstrafe für Bürgermeisterin aus Baden-Württemberg wegen Urkundenfälschung
Geldstrafe für Bürgermeisterin aus Baden-Württemberg wegen Urkundenfälschung / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen hat eine Bürgermeisterin wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt. Anders als die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage sah die zuständige Kammer in der Tat keinen besonders schweren Fall, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte.

Textgröße ändern:

Dem Urteil zufolge änderte die Kommunalpolitikerin im September 2019 den Wortlaut eines Beschlusses des Gemeinderats Niederstetten im System nachträglich ab. Dieser Beschluss war im Oktober 2018 in einer nicht-öffentlichen Sitzung gefasst worden. Damit wollte die Bürgermeisterin über den Umfang einer Ermächtigung täuschen, die ihr der Gemeinderat gegeben hatte. Anschließend tauschte sie die korrekte Niederschrift im Sitzungsordner gegen die von ihr geschriebene Version aus.

Urspünglich hatte die Staatsanwaltschaft die Frau wegen Untreue und Urkundenfälschung in einem besonders schweren Fall angeklagt. Das Landgericht Ellwangen ließ die Anklage jedoch nur mit dem Vorwurf der Urkundenfälschung in einem besonders schweren Fall zu. Ein Verfahren wegen Untreue lehnte es ab. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft zwar Beschwerde vor dem Oberlandesgericht Stuttgart ein, scheiterte damit jedoch.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Feuerpause im Ukraine-Krieg zum orthodoxen Osterfest geplant - neue russische Angriffe

Im Ukraine-Krieg sollen zum orthodoxen Osterfest am Wochenende für 32 Stunden die Waffen schweigen: Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat die Bereitschaft seines Landes zur Einhaltung einer vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angekündigten Feuerpause ab Samstagnachmittag erklärt. Zugleich forderte er die vollständige Rückkehr zu den von den USA teilweise gelockerten Ölsanktionen gegen Moskau. Bei neuen russischen Angriffen in der Ostukraine wurden nach Behördenangaben zwei Menschen getötet.

Wehrfähige müssen Reisen nicht mehr genehmigen lassen - weiter Kritik an Gesetz

Männer im wehrfähigen Alter brauchen keine Genehmigung mehr, wenn sie ins Ausland reisen wollen. Das Bundesverteidigungsministerium stellte klar, dass eine Ausnahmeregelung im Wehrdienstgesetz zur Regel gemacht wird, wonach "Anträge auf Auslandsaufenthalt nicht gestellt werden müssen" - solange der Wehrdienst freiwillig bleibt. Scharfe Kritik an der Ausgestaltung des Gesetzes übte der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier.

Tagelange Demonstrationen in Irland: Regierung lädt zu Treffen zur Spritpreiskrise

In Irland protestieren Landwirte und das Speditionsgewerbe seit Tagen wegen der hohen Spritpreise und fordern staatliche Hilfen - die Regierung kündigte für Freitag ein Treffen mit Interessensvertretern an. Die Mineralölwirtschaft des Landes warnte vor Versorgungsengpässen, 100 Tankstellen vor allem im Westen Irlands hätten wegen Panikkäufen keinen Kraftstoff mehr. Die Polizei warnte, die Proteste seien in Blockaden ausgeartet, die Versorgung mit Lebensmitteln, Kraftstoffen, Wasser und Tierfutter sei "in Gefahr".

Urteil in Bayern: Anlasslose Grenzkontrollen von Frau in 2022 und 2023 rechtswidrig

Mehrere anlasslose Personenkontrollen einer Deutschen an der Grenze zu Österreich in den Jahren 2022 und 2023 sind laut einem Urteil aus Bayern rechtswidrig gewesen. Die vom Bundesinnenministerium in seinen Anordnungsschreiben für die fraglichen Zeiträume angegebene Begründung genüge den europarechtlichen Anforderungen nicht, entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München nach eigenen Angaben vom Freitag. Die Frau sei zu Unrecht in ihrem Recht auf Freizügigkeit eingeschränkt worden. (Az. 10 BV 25.901).

Textgröße ändern: