Deutsche Tageszeitung - Trump beschimpft Schauspielstar De Niro als "krank und wahnsinnig"

Trump beschimpft Schauspielstar De Niro als "krank und wahnsinnig"


Trump beschimpft Schauspielstar De Niro als "krank und wahnsinnig"
Trump beschimpft Schauspielstar De Niro als "krank und wahnsinnig" / Foto: © AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat Schauspiel-Legende Robert De Niro nach dessen Aufruf zum "Widerstand" gegen die Regierung mit einer Schimpftirade überzogen. "Der vom Trump-Derangement-Syndrom befallene Robert De Niro, ein weiterer kranker und wahnsinniger Mensch mit, wie ich glaube, einem extrem niedrigen IQ, der absolut keine Ahnung hat, was er tut oder sagt - wobei einiges davon wirklich kriminell ist", schrieb Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social über den 82-Jährigen.

Textgröße ändern:

Als "Trump-Derangement-Syndrom" bezeichnen der US-Präsident und zahlreiche seiner Anhänger seit Beginn der zweiten Amtszeit des Republikaners die aus ihrer Sicht zwanghafte Ablehnung Trumps durch dessen Gegner.

De Niro hatte die US-Bürger in einer am Montag ausgestrahlten Podcast-Episode zum Widerstand gegen Trump aufgerufen. "Die Geschichte ist unser Land, und Trump zerstört es, und wer weiß, was seine Gründe dafür sind, aber es ist krank", sagte er im Podcast "The Best with Nicole Wallace". An die US-Bürger gerichtet sagte De Niro: "Alle müssen zusammenhalten, um sie loszuwerden und wieder auf Kurs zu kommen". Die Leute müssten Widerstand leisten, "das ist der einzige Weg."

De Niro positioniert sich bereits seit Trumps erster Amtszeit als Gegner des Rechtspopulisten und hat ihn bei mehreren Gelegenheiten beschimpft. Im vergangenen Jahr nutzte der Star aus Filmen wie "Taxi Driver" und "Der Pate II" seine Rede nach der Ehrung für sein Lebenswerk beim Filmfestival von Cannes, um Trump als "spießigen" Präsidenten zu bezeichnen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Grüne fordern Koalition zu Rücknahme von Heizungsgesetz auf - vor Anhörung im Bundestag

Vor der Expertenanhörung im Bundestag zum neuen Heizungsgesetz haben die Grünen die Koalition zur Umkehr aufgefordert. Der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Michael Kellner, verwies am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP auf zwei Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags, wonach die Vorlage grundgesetzwidrig sein könnte. Der Entwurf sei eine "konzeptlose Mogelpackung", sagte Kellner. "Die Stellungnahmen der Sachverständigen sind verheerend für Union und SPD."

Proteste nach Wahlsieg von rechtem Hardliner bei Präsidentschaftswahl in Kolumbien

Nach dem Wahlsieg des Rechtsaußen-Kandidaten Abelardo de la Espriella bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien ist es in dem südamerikanischen Land zu Protesten und Ausschreitungen gekommen. In Kolumbiens drittgrößter Stadt Cali setzten Demonstranten am Sonntagabend US-Fahnen in Brand und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, einige Protestierer warfen Steine.

USA und Iran richten Kommunikationskanal zur Straße von Hormus ein

Die USA und der Iran haben sich bei ihren Gesprächen in der Schweiz auf die Einrichtung eines Kommunikationskanals zur Straße von Hormus verständigt. Damit sollten "Vorfälle und Kommunikationspannen" verhindert und eine sichere Schifffahrt in der Meerenge ermöglicht werden, erklärten die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar in der Nacht auf Montag nach einer ersten Verhandlungsrunde.

US-Diplomat: Verhandlungen mit iranischer Delegation in der Schweiz gehen weiter

Die Gespräche zwischen Delegationen der USA und des Iran in der Schweiz gehen nach US-Angaben trotz eines Streits um Äußerungen von Präsident Donald Trump weiter. Ein US-Diplomat sagte in der Nacht auf Montag, die iranische Delegation befinde sich nach wie vor im Luxushotel Bürgenstock. Es werde erwartet, dass die Gespräche die Nacht über fortgesetzt würden.

Textgröße ändern: