Deutsche Tageszeitung - Trump: Nächster oberster Führer Irans wird sich ohne US-Zustimmung "nicht lange halten"

Trump: Nächster oberster Führer Irans wird sich ohne US-Zustimmung "nicht lange halten"


Trump: Nächster oberster Führer Irans wird sich ohne US-Zustimmung "nicht lange halten"
Trump: Nächster oberster Führer Irans wird sich ohne US-Zustimmung "nicht lange halten" / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Das nächste geistliche Oberhaupt im Iran wird sich ohne US-Zustimmung zu der Personalie nach den Worten von US-Präsident Donald Trump "nicht lange halten". "Er wird unsere Zustimmung einholen müssen" sagte Trump am Sonntag dem Sender ABC News. "Wenn er von uns keine Zustimmung erhält, wird er sich nicht lange halten."

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Trump äußerte sich nach Äußerungen von Mitgliedern des iranischen Expertenrats, der den nächsten obersten Führer wählt. Einige Expertenratsmitglieder hatten am Sonntag iranischen Nachrichtenagenturen mitgeteilt, der Nachfolger des bei US-israelischen Luftangriffen in Teheran getöteten Ayatollah Ali Chamenei sei ernannt worden. Der Name sollte später bekannt gegeben werden. Ein Expertenratsmitglied hatte angedeutet, dass der Chamenei-Sohn Modschtaba das Amt übernehmen werde.

Trump hatte sich bereits am Donnerstag zu dem möglichen Chamenei-Nachfolger geäußert. Chameneis Sohn sei für ihn "inakzeptabel", zitierte ihn die Plattform Axios. "Wir wollen jemanden, der dem Iran Harmonie und Frieden bringt."

Irans Außenminister Abbas Araghtschi nannte am Sonntag zunächst keinen Namen. Er verbat sich aber jegliches Mitspracherecht Washingtons in der Angelegenheit. "Wir erlauben niemandem, sich in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen", sagte Araghtschi dem US-Sender NBC.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar massive Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der seit 1989 herrschende Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel, auf US-Einrichtungen in der Golfregion und Infrastruktur mehrerer Golfstaaten. Auch der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran finanzierten Hisbollah im Libanon eskalierte erneut.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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