Deutsche Tageszeitung - Drogenbeauftragter Streeck fordert hartes Vorgehen gegen illegales Glücksspiel

Drogenbeauftragter Streeck fordert hartes Vorgehen gegen illegales Glücksspiel


Drogenbeauftragter Streeck fordert hartes Vorgehen gegen illegales Glücksspiel
Drogenbeauftragter Streeck fordert hartes Vorgehen gegen illegales Glücksspiel / Foto: © AFP/Archiv

Der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), hat vor massiven Gefahren durch illegales Glücksspiel gewarnt und ein härteres Vorgehen von Bund und Ländern gefordert. "Wir haben es mit einer höchst gefährlichen Lage zu tun, die unser Gemeinwesen zu untergraben droht", sagte Streeck den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Freitag. Der Staat müsse hier konsequenter handeln: "Wer mit Sucht und Illegalität Geld verdient, darf sich in Deutschland nicht sicher fühlen."

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Es gehe nicht um "ein paar harmlose Automaten im Hinterzimmer", sagte Streeck. "Wir reden über organisierte Kriminalität, über Geldwäsche und über erhebliche Gewinne auf Kosten suchtkranker Menschen."

Es gebe in Deutschland ein "massives Vollzugsproblem", krisierte der Drogenbeauftragte. "Wenn illegales Glücksspiel millionenschwere Gewinne ermöglicht, dann braucht es mehr Kontrollen, bessere Zusammenarbeit zwischen Ländern und Bund und eine konsequentere strafrechtliche Verfolgung." Die Behörden müssten in die Lage versetzt werden, organisierte Strukturen besser zu erkennen, Beweise besser zu sichern und illegale Angebote schneller aus dem Verkehr zu ziehen. Das gelte für Hinterzimmer-Automaten genauso wie für illegale Onlineangebote.

Eine strafrechtliche Lücke besteht Streeck zufolge etwa bei illegalen Spielautomaten, bei denen der Gewinn nicht automatisch aus dem Gerät komme, sondern verdeckt durch Personal ausgezahlt werde. Damit sei der Nachweis schwer, dass es sich tatsächlich um Glücksspiel handele. "Deshalb sollten wir prüfen, ob schon das Aufstellen solcher manipulierten oder nicht zugelassenen Geräte konsequenter strafbar erfasst werden muss."

Der Staat dürfe sich hier "nicht länger austricksen lassen", sagte Streeck. "Wer illegales Glücksspiel organisiert, nutzt Sucht aus, wäscht Geld und untergräbt den Rechtsstaat. Darauf muss der Staat mit Klarheit und Härte antworten", mahnte der CDU-Politiker.

(L.Møller--DTZ)

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