Deutsche Tageszeitung - Angriff auf Schule im Iran: US-Demokraten fordern unabhängige Untersuchung

Angriff auf Schule im Iran: US-Demokraten fordern unabhängige Untersuchung


Angriff auf Schule im Iran: US-Demokraten fordern unabhängige Untersuchung
Angriff auf Schule im Iran: US-Demokraten fordern unabhängige Untersuchung / Foto: © ISNA/AFP

Nach dem Angriff auf eine Schule im Iran mit womöglich mehr als 150 Toten haben US-Oppositionspolitiker eine unabhängige Untersuchung gefordert. Die US-Senatorin Jeanne Shaheen und weitere Vertreter der Demokratischen Partei riefen Pentagonchef Pete Hegseth am Montag auf, den Vorfall "vollständig und unparteiisch" zu untersuchen.

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"Unabhängige Analysen deuten glaubwürdig darauf hin, dass der Angriff möglicherweise von US-Streitkräften durchgeführt wurde", hieß es in der Erklärung. Falls dies zutreffe, sei es einer der "gravierendsten Fälle mit zivilen Opfern" in Jahrzehnten von US-Militäreinsätzen im Nahen Osten.

US-Präsident Donald Trump machte dagegen den Iran selbst für den Angriff auf die Schule verantwortlich. "Auf Grundlage dessen, was ich gesehen habe, wurde dies vom Iran getan", sagte der US-Präsident am Samstag an Bord der Präsidentenmaschine zu Journalisten.

Die "New York Times" hatte am Freitag berichtet, dass wahrscheinlich die USA für den Angriff auf die Mädchenschule vom 28. Februar verantwortlich seien. Dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben.

Das Blatt und weitere US-Medien berichteten zudem am Wochenende unter Berufung auf Videoaufnahmen der iranischen Nachrichtenagentur Mehr News, dass die Grundschule in Minab im Süden des Iran getroffen wurde, während offenbar eine US-Tomahawk-Rakete auf einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden niederging.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte die USA und Israel beschuldigt, die Grundschule mit Raketen angegriffen zu haben. Nach iranischen Angaben wurden mehr als 150 Menschen getötet, unter ihnen viele Schülerinnen. Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Angaben vor Ort nicht überprüfen.

(V.Sørensen--DTZ)

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