Deutsche Tageszeitung - Vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Linke und BSW küren Spitzenkandidaten

Vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Linke und BSW küren Spitzenkandidaten


Vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Linke und BSW küren Spitzenkandidaten
Vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Linke und BSW küren Spitzenkandidaten / Foto: © AFP/Archiv

Knapp sechs Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haben die Linke und das BSW ihre Landeslisten aufgestellt und Spitzenkandidaten gewählt. Die Linkspartei wählte am Samstag auf einer Landesvertreterversammlung in Rostock Bildungsministerin Simone Oldenburg mit 69,3 Prozent auf Listenplatz eins. Die 55-Jährige ist in der rot-roten Landesregierung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung sowie Vizeregierungschefin.

Textgröße ändern:

Die studierte Lehrerin gehörte von 2011 bis 2021 dem Landtag in Schwerin an, von 2016 bis 2021 war sie dort Vorsitzende der Linksfraktion. Seit November 2021 ist Oldenburg Mitglied der Landesregierung.

Das BSW wählte seinen Landesvorsitzenden Peter Schabbel auf Platz eins der Landesliste. Schabbel setzte sich auf einem Landesparteitag in Schwerin in einer Kampfkandidatur gegen zwei Gegenkandidaten klar durch: Er erhielt im ersten Wahlgang 92 von 135 abgegeben Stimmen und erreichte damit die erforderliche absolute Mehrheit, wie ein Parteisprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Der 59-Jährige wurde Ende 2024 zunächst stellvertretender Landesvorsitzender, seit Oktober 2025 ist er Landeschef der Partei. Außerdem ist Schabbel BSW-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Ludwigslust-Parchim. Ziel des BSW ist es, im September erstmals in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern einzuziehen.

Das BSW in Mecklenburg-Vorpommern war zuvor in personelle Turbulenzen geraten. Anfang Februar trat der bisherige Kolandesvorsitzende Peter Langer überraschend nach nur vier Monaten im Amt zurück, er gab dafür persönliche Gründe an. Der Kovorsitz wurde danach nicht wieder besetzt.

In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt. Es ist eine von fünf Landtagswahlen in diesem Jahr. Eine Umfrage vom Februar sah die AfD mit 37 Prozent vorn, gefolgt von der regierenden SPD mit 23 Prozent. Die CDU kam auf 13 Prozent, die Linke auf elf Prozent. Das BSW sah die Umfrage bei fünf Prozent. Die Grünen würden mit vier Prozent den Wiedereinzug in den Landtag verpassen, ebenso die FDP, die auf zwei Prozent kam.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Behörden: 21 Tote nach massivem russischen Angriff auf Kiew

Durch den jüngsten russischen Angriff auf Kiew mit hunderten Drohnen und dutzenden Raketen sind nach Behördenangaben mindestens 21 Menschen getötet worden. Einsatzkräfte durchsuchten Trümmer eines Gebäudes im Stadtteil Darnytskyji weiter nach Opfern, teilte der staatliche Katastrophenschutz am Freitag mit. Die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zeigte sich derweil besorgt angesichts "intensivierter" militärischer Aktivitäten in der Nähe mehrerer Atomanlagen in der Ukraine.

Behörden: Zahl der Toten nach russischen Angriffen auf Kiew steigt auf 21

Die Zahl der Toten nach den jüngsten massiven Angriffen Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Behördenangaben auf 21 gestiegen. Unter den Toten seien drei Kinder, teilte der staatliche Katastrophenschutz am Freitag im Onlinedienst Telegram mit. Einsatzkräfte durchsuchten Trümmer eines Gebäudes im Stadtteil Darnytskyji weiter nach Opfern.

Handwerkspräsident kritisiert mangelnden Reformwillen der Bundesregierung

Handwerkspräsident Jörg Dittrich hat unzureichende Reformbemühungen der Bundesregierung beklagt. "Ich erwarte ein schlüssiges Gesamtkonzept. Davon ist in diesem Frühling der Reformen leider ebenso wenig zu sehen wie im vergangenen Herbst", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagausgaben). Er erwarte von der Bundesregierung darüber hinaus auch "mehr Qualität und Professionalität" in ihrer Arbeit.

16 Tote bei massiven russischen Angriffen auf Kiew - auch andere Städte getroffen

Mit hunderten Drohnen und dutzenden Raketen hat Russland in der Nacht zum Donnerstag stundenlang die ukrainische Hauptstadt Kiew angegriffen; dabei wurden nach offiziellen Angaben mindestens 16 Menschen getötet. Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj wurden auch Städte im Süden und Osten getroffen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verurteilte die "schwersten russischen Angriffe seit Langem". Selenskyj empfing indes Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) und BND-Chef Martin Jäger zu Gesprächen.

Textgröße ändern: