Deutsche Tageszeitung - Trump spottet über Macrons Ehe - Frankreichs Präsident reagiert genervt

Trump spottet über Macrons Ehe - Frankreichs Präsident reagiert genervt


Trump spottet über Macrons Ehe - Frankreichs Präsident reagiert genervt
Trump spottet über Macrons Ehe - Frankreichs Präsident reagiert genervt / Foto: © AFP/Archiv

Ein altes Gerücht über eine angebliche Backpfeife, die Frankreichs Präsident Emmanuel Macron von seiner Frau Brigitte erhalten haben soll, hat zu einem neuen Zusammenstoß zwischen US-Präsident Donald Trump und dem französischen Staatschef geführt. Trump mokierte sich einmal mehr, dass Brigitte Macron ihren Mann "äußerst schlecht" behandle. Macron reagierte darauf sichtlich genervt.

Textgröße ändern:

"Die Bemerkungen sind weder elegant noch niveauvoll", sagte Macron am Donnerstag bei einem Besuch in Seoul. "Das verdient nicht mal eine Antwort", fügte er hinzu.

In einem Video von einem privaten Mittagessen am Mittwoch, das kurzfristig auf dem Youtube-Kanal des Weißen Hauses zu sehen war, berichtete Trump in süffisantem Tonfall, wie er Macron vergeblich um Militärschiffe zur Sicherung der Meerenge von Hormus im Iran-Krieg gebeten habe.

"Ich rufe also Frankreich an, Macron, dessen Frau ihn extrem schlecht behandelt. Er erholt sich noch immer von ihrem rechten Schwinger an den Kiefer", sagte Trump und wartete grinsend das Gelächter im Saal ab. Er bezog sich dabei auf ein Video von 2025, in dem Brigitte Macron ihren Mann bei ihrer Ankunft in Vietnam scheinbar ins Gesicht schlägt. Macron hatte diese Interpretation später als gezielte Desinformation zurückgewiesen.

Trumps Bemerkung löste auch heftige Kritik französischer Politiker aus. "Das ist niveaulos", sagte die Vorsitzende der französischen Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, am Donnerstag im Sender France Info. "Es sterben Menschen im Krieg, und wir haben einen (US-)Präsidenten, der sich über andere lustig macht", sagte sie.

Auch der linkspopulistische Parteikoordinator Manuel Bompard sprach dem französischen Präsidenten seine Unterstützung aus. "Sie kennen das Ausmaß meiner Differenzen mit dem Präsidenten, aber dass Donald Trump es sich herausnimmt, so über seine Ehefrau zu sprechen, das finde ich absolut inakzeptabel", sagte Bompard dem Sender BFM.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Seltene Einigkeit: US-Kongress verabschiedet Gesetz für erschwinglichen Wohnraum

In einer äußerst seltenen Zusammenarbeit von Republikanern und Demokraten hat der US-Kongress ein Gesetz verabschiedet, mit dem Wohnraum erschwinglicher gemacht werden soll. Nach dem Senat stimmte am Dienstag auch das Repräsentantenhaus für die Vorlage, mit der das Wohnungsangebot vergrößert, Bauvorschriften gelockert und der Kauf von Wohneigentum erleichtert werden sollen. Das Votum der beiden Kongresskammern erfolgte angesichts zunehmenden Unmuts in der Bevölkerung über hohe Lebenshaltungskosten.

"Spiegel": Pistorius plant Ausstieg aus Rüstungsprojekt Fregatte F126

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant laut einem "Spiegel"-Bericht den Ausstieg aus dem größten Rüstungsprojekt in der Geschichte der Marine. Das von vielen Problemen begleitete Projekt zum Bau von F126-Fregatten solle nicht weiter fortgesetzt werden, berichtete das Magazin am Dienstagabend. Pistorius wolle stattdessen insgesamt acht Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS kaufen.

450 Jahre Haft für "Antifa-Terroristen" in Texas

Drakonisches Urteil nach teils gewaltsamen Protesten gegen ein US-Abschiebezentrum in Texas: Ein Gericht in dem südlichen Bundesstaat hat am Dienstag Haftstrafen von insgesamt 450 Jahren gegen acht Demonstrantinnen und Demonstranten verhängt, wie das US-Justizministerium mitteilte. Die Anklage warf den angeblichen Antifa-Mitgliedern einen "terroristischen Angriff" auf die Einrichtung der Einwanderungsbehörde ICE nahe Dallas vor.

US-Senat stimmt gegen Trumps Vorgehen im Iran

Erneute Niederlage für US-Präsident Donald Trump im Kongress: Rund drei Wochen nach dem Repräsentantenhaus hat am Dienstag auch der Senat in Washington für ein Ende des Iran-Kriegs gestimmt. Das Votum gilt als symbolisch, da es keine Gesetzeskraft hat.

Textgröße ändern: