Deutsche Tageszeitung - Ministeriumsvertreter: Rubio führt "freundliche und konstruktive Gespräche" mit Papst

Ministeriumsvertreter: Rubio führt "freundliche und konstruktive Gespräche" mit Papst


Ministeriumsvertreter: Rubio führt "freundliche und konstruktive Gespräche" mit Papst
Ministeriumsvertreter: Rubio führt "freundliche und konstruktive Gespräche" mit Papst / Foto: © VATICAN MEDIA/AFP

US-Außenminister Marco Rubio hat im Vatikan nach Angaben eines Ministeriumsvertreters "freundliche und konstruktive Gespräche" mit Papst Leo XIV. geführt. Das Treffen habe die "starken Beziehungen" zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vatikan deutlich gemacht, sagte ein Sprecher Rubios am Donnerstag. Beide setzten sich dafür ein, "Frieden und Menschenwürde" voranzubringen, fügte er hinzu.

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Der Besuch fand vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen zwischen dem US-stämmigen Papst und US-Präsident Donald Trump wegen des Iran-Kriegs statt. Trump hatte wütend auf Friedensaufrufe des katholischen Kirchenoberhauptes reagiert und ihm vorgeworfen, sich mit einem Land gemein zu machen, "das eine Atomwaffe will". Leo XIV. bezeichnete in der Vergangenheit zudem den Umgang mit Migranten in den Vereinigten Staaten als "äußerst respektlos" und forderte einen "menschlichen" Umgang.

Rubio ist Sohn kubanischer Einwanderer und anders als Trump Katholik. Auf seiner bis Freitag dauernden Reise standen auch Gespräche mit Italiens rechtsgerichteter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und anderen Regierungsvertretern auf dem Programm. Meloni hatte Trumps Kritik am Papst als "inakzeptabel" verurteilt – woraufhin der US-Präsident sich kritisch über sie äußerte.

Die seit Oktober 2022 regierende Rechtsaußenpolitikerin Meloni versuchte in der Vergangenheit, zwischen dem Rechtspopulisten Trump und Kritikern in der EU zu vermitteln. Italien wie andere europäische Nato-Partner weigern sich, die USA im Krieg gegen den Iran zu unterstützen. Der Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen.

In italienischen Medien wurde Rubios Besuch im Vorfeld als "Tauwetter"-Diplomatie dargestellt. Rubio selbst bemühte sich vor seiner Reise am Dienstag in Washington, den Konflikt zwischen Trump und dem Papst als nicht so bedeutend darzustellen und die gemeinsamen Interessen zu betonen.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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