Deutsche Tageszeitung - Cannes-Festival: Iranischer Regisseur Farhadi verurteilt Tod von Zivilisten im Iran-Krieg

Cannes-Festival: Iranischer Regisseur Farhadi verurteilt Tod von Zivilisten im Iran-Krieg


Cannes-Festival: Iranischer Regisseur Farhadi verurteilt Tod von Zivilisten im Iran-Krieg
Cannes-Festival: Iranischer Regisseur Farhadi verurteilt Tod von Zivilisten im Iran-Krieg / Foto: © AFP

Der iranische Regisseur Asghar Farhadi hat den Tod von Zivilisten im Iran-Krieg und die Niederschlagung der regierungskritischen Proteste im Januar in seiner Heimat verurteilt. Farhadi beklagte am Freitag bei einer Pressekonferenz beim Filmfestival in Cannes "den Tod zahlreicher Unschuldiger, von Kindern und Zivilisten" bei den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran.

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"Und vor diesem Krieg gab es den Tod zahlreicher Demonstranten, Menschen, die auf die Straße gegangen waren, um zu protestieren, die ebenso unschuldig waren und massakriert wurden", fügte der Regisseur hinzu. "Diese beiden Ereignisse sind äußerst schmerzhaft und werden niemals vergessen werden."

Farhadi, der 2012 und 2017 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewann, tritt mit seinem jüngsten Werk "Histoires parallèles" (Parallele Geschichten) im Wettbewerb um die Goldene Palme in Cannes an.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Seit dem 8. April gilt eine brüchige Waffenruhe.

Bei den regierungskritischen Protesten im Iran Anfang des Jahres waren den iranischen Behörden zufolge mehr als 3000 Menschen getötet worden. Im Ausland ansässige Nichtregierungsorganisationen schätzten die Zahl der Getöteten hingegen auf 7000 bis 35.000 Menschen, unter ihnen vor allem Demonstrierende.

(L.Svenson--DTZ)

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