Deutsche Tageszeitung - Behörden: Drei Verletzte bei "Terrorakt" am Bahnhof Winterthur

Behörden: Drei Verletzte bei "Terrorakt" am Bahnhof Winterthur


Behörden: Drei Verletzte bei "Terrorakt" am Bahnhof Winterthur
Behörden: Drei Verletzte bei "Terrorakt" am Bahnhof Winterthur / Foto: © AFP

Bei einem Angriff mit einer Stichwaffe hat ein Mann im schweizerischen Winterthur nahe Zürich drei Menschen verletzt. Die Behörden stuften die Attacke am Donnerstag als "Terrorakt" ein. Nach Polizeiangaben ging der Angreifer kurz nach 08.30 Uhr auf Passanten am Bahnhof Winterthur los. Der Tatverdächtige, ein 31-jähriger Schweizer, sei festgenommen worden.

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Die drei Verletzten im Alter zwischen 28 und 52 Jahren seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte die Polizei weiter mit. Ein Sprecher sagte dem Sender SRF, einer der Angegriffenen sei schwer verletzt worden. Laut Polizei sind alle Verletzten schweizerische Staatsbürger.

Der Sicherheitsdirektor Mario Fehr vom Kanton Zürich sagte bei einer Pressekonferenz, er stufe die Tat als "Terrorakt" ein. Marius Weyermann von der Kantonspolizei Zürich sagte, das Motiv für die Tat sei im Bereich der Radikalisierung und des Extremismus zu suchen.

Mehrere Schweizer Medien berichteten, der Mann sei vor dem Bahnhof herumgelaufen und habe "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen. Aufnahmen, die von Medien verbreitet wurden und in Onlinediensten zu sehen waren, zeigten einen Mann mit langen dunklen Haaren und Vollbart, der laut von Medien zitierten Augenzeugen ein Messer in der Hand hielt.

Ein junger Mann sagte der Zeitung "Blick", der Angreifer habe fünf oder sechs Mal "Allahu Akbar" gerufen. Kinder und andere Umstehende seien in Panik davongelaufen. Der 65-jährige Taxifahrer Turhan Muslu sagte der Zeitung, er habe gesehen, wie der Angreifer versuchte, einen Mann zu erstechen. Dieser habe sich heftig gewehrt, bevor Sicherheitskräfte den Angreifer überwältigt hätten.

Ein weiterer Taxifahrer, Basharat Iqbal, sagte der Nachrichtenagentur AFP nach der Tat, er sei "schockiert" von den Vorkommnissen. Er fügte hinzu: "Wir wollen Frieden."

Innerhalb und außerhalb des Bahnhofs waren laut Medienberichten Polizeiabsperrungen zu sehen. Störungen im Bahnverkehr gab es nicht, wie die Schweizerischen Bundesbahnen der AFP mitteilten.

(A.Stefanowych--DTZ)

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