Deutsche Tageszeitung - UN-Menschenrechtskommissar: Offensive auf sudanesische Stadt Al-Obeid muss gestoppt werden

UN-Menschenrechtskommissar: Offensive auf sudanesische Stadt Al-Obeid muss gestoppt werden


UN-Menschenrechtskommissar: Offensive auf sudanesische Stadt Al-Obeid muss gestoppt werden
UN-Menschenrechtskommissar: Offensive auf sudanesische Stadt Al-Obeid muss gestoppt werden / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts einer "unmittelbar bevorstehende Offensive" auf die sudanesische Stadt Al-Obeid hat UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk vor katastrophalen Folgen für die Zivilbevölkerung gewarnt. "Stoppt diesen Wahnsinn", sagte Türk am Donnerstag vor dem Hintergrund von Berichten, wonach die RSF-Miliz und verbündete Gruppen ihre Kräfte um die strategisch wichtige Stadt zusammenziehen, sowie über verstärkte Drohnenangriffe und Artillerie-Beschuss.

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In dem drittgrößten Land Afrikas liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines ehemaligen Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit mehr als drei Jahren erbitterte Gefechte. In dem Bürgerkrieg wurden bereits zehntausende Menschen getötet, mehr als elf Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Al-Obeid in der südlichen Region Nord-Kordofan ist seit Monaten zum Teil von Milizen eingekreist. Die Vereinten Nationen sprechen von Bedingungen, die einer Belagerung gleichkommen. Laut Türk brächte eine Offensive die Gefahr neuer schwerer Menschenrechtsverletzungen mit sich.

"Wir haben dieses Drehbuch schon einmal gesehen", sagt er. Die Welt dürfe nicht zulassen, dass es abermals zu vermeidbaren Gräueltaten komme, wie sie in der Stadt Al-Faschir und im Flüchtlingslager Samsam in Darfur im vergangenen Jahr dokumentiert worden seien. "Die Staaten mit Einfluss haben die Pflicht, diesen jetzt auszuüben, um diesen Wahnsinn im Keim zu ersticken", forderte Türk.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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