Deutsche Tageszeitung - 13 Tote bei dschihadistischem Angriff auf Flughafen in Nigers Hauptstadt Niamey

13 Tote bei dschihadistischem Angriff auf Flughafen in Nigers Hauptstadt Niamey


13 Tote bei dschihadistischem Angriff auf Flughafen in Nigers Hauptstadt Niamey
13 Tote bei dschihadistischem Angriff auf Flughafen in Nigers Hauptstadt Niamey / Foto: © AFP/Archiv

Bei einem dschihadistischen Angriff auf den Flughafen in Nigers Hauptstadt Niamey sind am Donnerstag mindestens 13 Menschen getötet worden. Neben elf Soldaten seien auch zwei Zivilisten unter den Toten, teilte das Verteidigungsministerium des westafrikanischen Landes mit. Zudem seien 22 Angreifer getötet und etwa 20 Verdächtige festgenommen worden. Die Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM), ein Ableger des Extremistennetzwerks Al-Kaida, bekannte sich zu dem Angriff.

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Der Flughafen Diori Hamani wurde dem Verteidigungsministerium zufolge bei einem Großeinsatz des Militärs "vollständig gesichert" und bleibt für den Flugverkehr geöffnet. Vier Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden.

JNIM sprach in einer kurzen Stellungnahme von einem "Selbstmordanschlag" auf den Flughafen und eine nahegelegene Armeebasis.

Bereits Ende Januar war ein Angriff auf den Flughafen und einen angrenzenden Luftwaffenstützpunkt verübt worden, zu dem sich kurz darauf der Islamische Staat in der Sahelzone (EIS) bekannte, ein Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Auf dem Flughafen lagerte zum Zeitpunkt der Attacke eine große Uran-Lieferung, die für den Export bestimmt war. Bisher deutet nichts auf eine Weiterbeförderung hin.

Am Donnerstag begann der Angriff am frühen Morgen, wie ein Anwohner berichtete. Stundenlang seien Schüsse zu hören gewesen. Ein Flughafen-Vertreter sagte, die bewaffneten Angreifer seien "mit dem Taxi" zum Eingang des Flughafens gekommen und an einem Kontrollpunkt auf "heftigen Widerstand" gestoßen. Die Angreifer, von denen laut Verteidigungsministerium einige auch Sprengstoffgürtel trugen, seien in umliegende Stadtviertel geflohen, die nun von Sicherheitskräften durchkämmt würden.

Der Niger kämpft seit rund zehn Jahren gegen den EIS und JNIM. Seit drei Jahren wird das Land von einer Militärjunta regiert, die die Gewalt bisher nicht eindämmen konnte.

(V.Varonivska--DTZ)

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