Deutsche Tageszeitung - Mehr als 148.000 Kinder wiederholten Schuljahr - mehr Jungen als Mädchen

Mehr als 148.000 Kinder wiederholten Schuljahr - mehr Jungen als Mädchen


Mehr als 148.000 Kinder wiederholten Schuljahr - mehr Jungen als Mädchen
Mehr als 148.000 Kinder wiederholten Schuljahr - mehr Jungen als Mädchen / Foto: © AFP/Archiv

Rund 148.100 Kinder und Jugendliche sind im Schuljahr 2024/2025 sitzengeblieben oder haben eine Klassenstufe freiwillig wiederholt. Das waren 2,2 Prozent aller Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Diese Quote blieb damit im Vergleich zum vorherigen Schuljahr konstant.

Textgröße ändern:

Mehr als die Hälfte (56,4 Prozent) der Sitzenbleiber im Schuljahr 2024/2025 war männlich, 43,6 Prozent waren weiblich. Entsprechend fällt auch die Quote unterschiedlich hoch aus: Zuletzt wiederholten 2,5 Prozent der Jungen eine Klassenstufe und 1,9 Prozent der Mädchen.

In Bayern ist der Anteil der Sitzenbleiber und derjenigen, die freiwillig noch eine Runde drehen, mit 3,4 Prozent am größten. Eine hohe Sitzenbleiberquote hatte im Schuljahr 2024/25 auch Sachsen-Anhalt mit 3,2 Prozent. Es folgten Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Thüringen mit einem Wiederholeranteil von jeweils 2,9 Prozent.

In Berlin dagegen war der Anteil derjenigen, die eine Klassenstufe wiederholten, mit 0,8 Prozent am niedrigsten. Vergleichsweise niedrige Quoten wiesen auch Schleswig-Holstein und Hamburg mit jeweils 1,3 Prozent auf. Ein Grund für die unterschiedlichen Quoten in den Bundesländern sind demnach auch unterschiedliche Versetzungsregelungen.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Iran beharrt auf Kontrolle über Hormus und verwehrt IAEA Zutritt zu Atomanlagen

Maximalforderungen und ungeklärte Fragen: Auch nach den Gesprächen mit den USA in der Schweiz beharrt der Iran weiter auf der Kontrolle über die Straße von Hormus. Die für den Welthandel enorm wichtige Meerenge werde "von der Islamischen Republik Iran verwaltet werden", bekräftigte Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf am Dienstag. Das Thema ist neben Irans Atomprogramm einer der Hauptstreitpunkte, die trotz einer ersten Einigung zwischen Washington und Teheran weiterhin ungeklärt sind. So sollen internationale Inspektoren laut Teheran keinen Zugang zu Atomanlagen erhalten.

Rundfunkbeitrag nicht gestiegen: Karlsruhe verhandelt Beschwerden von ARD und ZDF

Vor zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern hat am Bundesverfassungsgericht am Dienstag die Verhandlung über den Rundfunkbeitrag begonnen. ARD und ZDF zogen nach Karlsruhe, weil der Beitrag 2025 nicht erhöht wurde - anders als es die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlen hatte. Das Gericht will nun herausfinden, ob das Ausbleiben der Erhöhung gegen die Verfassung verstieß. (Az. 1 BvR 2524/24 und 1 BvR 2525/24)

Offener Brief: Grüne kritisieren Einladung von Taliban-Vertretern nach Brüssel scharf

Die Grünen haben die diplomatische Öffnung der EU für Vertreter der islamistischen Taliban-Regierung in Afghanistan im Zuge der Rückführung abgelehnter Asylbewerber scharf kritisiert. Die Einladung von Taliban-Vertretern nach Europa sei "ein schwerwiegender Fehler", erklärten die Grünen in einem offenen Brief mehrerer Bundestags-Abgeordneter an EU-Institutionen, der am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderen Grünen-Ko-Chefin Franziska Brantner und Fraktionschefin Britta Haßelmann.

Teheran: USA und Iran vereinbaren Arbeitsgruppen zu Atomprogramm und Sanktionen

Bei ihren Gesprächen in der Schweiz haben sich die USA und der Iran nach Angaben Teherans auf die Einrichtung von vier Arbeitsgruppen verständigt. Zwei davon sollen sich mit dem iranischen Atomprogramm und der Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran befassen, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Dienstag unter Berufung auf Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi. Zwei weitere Arbeitsgruppen sollen sich demnach dem Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Entwicklung im Iran sowie der "Überwachung und Umsetzung" widmen.

Textgröße ändern: