Deutsche Tageszeitung - US-Unabhängigkeitstag: Vance verbittet sich Kritik an den USA

US-Unabhängigkeitstag: Vance verbittet sich Kritik an den USA


US-Unabhängigkeitstag: Vance verbittet sich Kritik an den USA
US-Unabhängigkeitstag: Vance verbittet sich Kritik an den USA / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA hat US-Vizepräsident JD Vance Kritik an den Vereinigten Staaten zurückgewiesen. "Sie werden heute einige kleine, aber laute Stimmen hören, die wie besessen nicht von unserer nationalen Größe, sondern von unseren nationalen Unvollkommenheiten sprechen", sagte Vance am Samstag in einer Rede im New Yorker Hafen, die er an Bord des Kampfschiffs "USS Kearsarge" hielt.

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Er warf ihnen vor, mit "mit der Wut und dem Eifer" eines Predigers über "Amerikas Sünden zu sprechen". Dabei würden sie "das Wesen Amerikas missverstehen", fügte Vance hinzu. Er rief die US-Bürger auf, "die zweidimensionale Sichtweise auf ihre Mitbürger und die zweidimensionale Sichtweise auf ihr Land abzulehnen".

Zur Feier des US-Unabhängigkeitstags liefen am Samstag große Segelschiffe aus mehr als 20 Ländern in den New Yorker Hafen ein. Zudem flogen mehrere Militärjets, darunter die Kunstflugstaffel der US-Marine, über den Hafen und hinterließen dabei Streifen in den Landesfarben Rot, Weiß und Blau am Himmel.

US-Präsident Donald Trump will am Samstagabend auf der National Mall in Washington zum Nationalfeiertag einen Auftritt im Stil einer Wahlkampfveranstaltung samt dem "größten Feuerwerk der Welt" abhalten. In einer Rede am Nationaldenkmal Mount Rushmore hatte Trump am Freitagabend vor einer angeblichen "kommunistischen Bedrohung" des Landes gewarnt. Er sprach von einem "erneuten Angriff" auf die Identität des Landes. Der republikanische Präsident hatte in den vergangenen Wochen wiederholt den linken Flügel der Demokratischen Partei als "kommunistisch" bezeichnet. Hintergrund sind Erfolge der Partei-Linken bei Vorwahlen der Demokraten vor den Zwischenwahlen im November.

Die USA begehen den Jahrestag in einer angespannten innenpolitischen Lage. Trumps Zustimmungswerte sind niedrig. Seine Gegner kritisieren unter anderem seine Einwanderungspolitik, Versuche zur Ausweitung der Macht des Präsidenten und den wachsenden Reichtum seiner Familie.

Die Hitze hatte in den vergangenen Tagen Teile der Feierlichkeiten rund um den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung beeinträchtigt. In Washington wurde die alljährliche Unabhängigkeitsparade wegen "extremer Hitze" abgesagt.

(O.Tatarinov--DTZ)

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