Deutsche Tageszeitung - Großbritannien will europäische Initiative für Präzionswaffen mit großer Reichweite anführen

Großbritannien will europäische Initiative für Präzionswaffen mit großer Reichweite anführen


Großbritannien will europäische Initiative für Präzionswaffen mit großer Reichweite anführen
Großbritannien will europäische Initiative für Präzionswaffen mit großer Reichweite anführen / Foto: © AFP

Großbritannien will eine europäische Initiative für Präzisionswaffen mit großer Reichweite anführen. Premierminister Keir Starmer werde am Mittwoch auf dem Nato-Gipfel in der Türkei rund ein Dutzend europäische Partner zusammenbringen, um die neue Initiative auf den Weg zu bringen, erklärte die britische Regierung. Diese werde voraussichtlich ankündigen, dass die Verbündeten in den kommenden zehn Jahren rund 44 Milliarden Euro für die Entwicklung von Präzisionsschlagfähigkeiten über große Entfernungen ausgegeben würden. Damit sollten Verteidigung und Abschreckung in der Nato gestärkt werden.

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Die britische Regierung erklärte weiter, die Investitionen würden die "fortschrittlichsten Waffen" liefern, über die die Nato in Zukunft verfügen werde. Mit ihnen sei es möglich, Ziele in einer Entfernung von mindestens 300 Kilometern und in einigen Fällen sogar mehr als 2000 Kilometern mit Präzision zu treffen.

Die Ankündigung erfolgte vor dem Hintergrund der wiederholten Kritik von US-Präsident Donald Trump an den Nato-Verbündeten und von Plänen der USA, Teile ihrer Truppenkontingente aus Europa abzuziehen.

Der britische Premier Starmer forderte die Staats- und Regierungschefs am Mittwoch vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und des Iran-Krieges auf, "die Einheit und die Stärke der Nato" zu demonstrieren. "Wir müssen weiterhin als Verbündete zusammenarbeiten, um die Fähigkeiten der Zukunft zu entwickeln, die die Sicherheit stärken und Wirtschaftswachstum zu Hause schützen", erklärte Starmer.

US-Präsident Trump äußerte sich am Mittwoch auf dem Nato-Gipfel erbost über das Verteidigungsbündnis. Er fordert von den Nato-Partnern, dass diese mehr Verantwortung für die Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses übernehmen sollten.

(O.Tatarinov--DTZ)

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