Deutsche Tageszeitung - Nordkorea will seine Marine zu einer Nuklearstreitmacht ausbauen

Nordkorea will seine Marine zu einer Nuklearstreitmacht ausbauen


Nordkorea will seine Marine zu einer Nuklearstreitmacht ausbauen
Nordkorea will seine Marine zu einer Nuklearstreitmacht ausbauen / Foto: © KCNA VIA KNS/AFP

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un will die Marine seines Landes zu einer Nuklearstreitmacht ausbauen. "Wir müssen sicherstellen, dass der vielseitige und effektive Einsatz nuklearer Kampfsysteme gewährleistet ist, indem wir unsere Marine zu einer atomar bewaffneten Streitmacht entwickeln", sagte Kim laut eines Berichts der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Montag bei der Indienststellung eines Kriegsschiffes. Die Ankündigung kam, während die USA und ihre Verbündeten ein Marinemanöver vor Südkorea begannen.

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Kim sagte bei der Indienststellung des Kriegsschiffes "Kang Kon" in der Hafenstadt Wonsan am Sonntag weiter, der Zerstörer der neuen Generation sollte "den Feinden einen tödlichen Vergeltungsschlag zufügen, da er eine Streitmacht im staatlichen nuklearen Gegenmaßnahmen-System" sei. Er kündigte zudem einen "wichtigen Plan" zur Stärkung der Marine an, der "in acht Monaten" vorgeführt werde.

Die "Kang Kon" war bei ihrem feierlichen Stapellauf im Mai vergangenen Jahres vor Kims Augen teilweise gekentert. Im vergangenen Juli beaufsichtigte Kim dann eine Testfahrt des Schiffes. An der jetzigen Indienststellung nahem auch Kims Tochter Ju Ae teil, wie auf Fotos zu sehen war. Sie soll Berichten zufolge als Nachfolgerin ihres Vaters vorgesehen sein.

Die USA und ihre Verbündeten Japan und Südkorea halten noch bis zum Freitag ihr Manöver "Freedom Edge" in internationalen Gewässern um die südkoreanischen Insel Jeju ab. Nordkorea hatte dies im Vorfeld als "Bedrohung" kritisiert.

US-Präsident Donald Trump hatte unlängst eine Verkürzung des jährlichen Manövers "Ulchi Freedom Shield", einer gemeinsamen Übung der US-Armee und der südkoreanischen Streitkräfte, verfügt. Er begründete dies unter anderem mit den hohen Kosten und kritisierte in einer überraschenden Volte die Militärübung als "feindselig" gegenüber Nordkorea.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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