Deutsche Tageszeitung - Teenagerin Mboma nach 400-m-Gala große Tokio-Favoritin

Teenagerin Mboma nach 400-m-Gala große Tokio-Favoritin


Teenagerin Mboma nach 400-m-Gala große Tokio-Favoritin
Teenagerin Mboma nach 400-m-Gala große Tokio-Favoritin / Foto: ©

Mit der siebtbesten Zeit einer Frau über 400 m in der Leichtathletik-Geschichte hat sich die Teenagerin Christine Mboma aus Namibia zur Topfavoritin für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) über die Stadionrunde aufgeschwungen. In 48,54 Sekunden pulverisierte die 18-Jährige beim Meeting in Bydgoszcz die bisherige Weltjahresbestzeit von Rio-Olympiasiegerin Shanae Miller-Uibo (Bahamas) um 0,54 Sekunden und verbesserte zudem ihren eigenen Juniorinnen-Weltrekord sogar um 0,68 Sekunden.

Textgröße ändern:

Die bis zu Saisonbeginn nur einem kleineren Expertenkreis bekannte Afrikanerin muss in Tokio keine Konkurrentin fürchten. Weltmeisterin Salwa Eid Naser (Bahrain) wurde nur wenige Stunden vor Mbomas Traumrunde wegen Dopings letztinstanzlich für zwei Jahre gesperrt. Miller-Uibo, die derzeit alleine noch mit Mboma auf Augenhöhe scheint, will sich in Tokio auf die 200 m konzentrieren.

Nur diese beiden Athletinnen waren zuletzt bei der WM 2019 in Doha auch noch schneller als Mboma auf der Stadionrunde unterwegs: Naser stürmte dabei in der Siegerzeit von 48,14 Sekunden auf Platz drei der ewigen Bestenliste, während Miller-Uibo in 48,37 Sekunden immerhin Rang sechs erreichte. Als Nummer drei der Weltjahresbestenliste war Mbomas Teamkollegin Beatrice Masilingi in ihrem bislang besten Rennen der Olympia-Saison schon fast eine Sekunde (0,99 Sekunden) langsamer als das neue "Wunderkind".

Nicht mehr ganz eine Sekunde fehlte Mboma in Polen, wo die einheimische Europameisterin Justyna Swiety-Ersetic auf Rang zwei mehr als drei Sekunden Rückstand hatte, zum Weltrekord. Seit 1976 steht die Uralt-Bestmarke von Marita Koch aus der ehemaligen DDR bei 47,60.

Die heutigen Topläuferinnen aus Deutschland können von Mbomas Zeit nur träumen. Corinna Schwab aus Chemnitz war bei ihrer deutschen Jahresbestzeit Mitte Juni im tschechischen Kladno in 51,65 Sekunden exakt 2,11 Sekunden langsamer.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Test bestanden: Schröder und Co. holen Supercup

Harter Fight, verdienter Sieg: Deutschlands Basketball-Stars um Dennis Schröder haben den Supercup in Hamburg gewonnen und damit Schwung für die anstehende WM-Qualifikation aufgenommen. Trotz einiger prominenter Ausfälle setzte sich der Welt- und Europameister in einem intensiven Finale gegen Kroatien mit 96:87 (50:39) durch, Oscar Da Silva war dabei mit 22 Punkten erfolgreichster Werfer der DBB-Auswahl.

Bayerns Titeljäger gewinnen den Supercup

Mit voller Starpower hat sich der unersättliche Doublegewinner Bayern München auch den ersten Titel der Saison gesichert. Gegen den ewigen Herausforderer Borussia Dortmund setzten die Bayern beim 2:1 (2:0) gleich ein Zeichen und schnappten sich den nach Franz Beckenbauer benannten Supercup.

Demichelis feiert erfolgreiches RB-Debüt

Lockerer Aufgalopp zum Auftakt: Martin Demichelis hat ein erfolgreiches Pflichtspieldebüt als Trainer von RB Leipzig gefeiert. Der Fußball-Bundesligist gewann in der ersten Runde des DFB-Pokals 6:0 (3:0) beim Regionalligisten Eintracht Trier. Zum Ligastart in einer Woche treffen die Sachsen auf Borussia Mönchengladbach.

Berlin chancenlos: Magdeburg gewinnt Supercup

Der SC Magdeburg hat den Supercup-Hattrick der Füchse Berlin eindrucksvoll verhindert und erstmals unter Erfolgstrainer Bennet Wiegert den Titel geholt. Der deutsche Handball-Meister gewann das Duell mit dem Pokalsieger, der zuletzt zweimal in Folge beim Saisonauftakt triumphiert hatte, völlig ungefährdet mit 38:31 (20:15) und legte fünf Tage vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison den Grundstein für eine erneut erfolgreiche Spielzeit.

Textgröße ändern: