Deutsche Tageszeitung - Effenberg begrüßt Nagelsmann-Entscheidung: "Jetzt ist Ruhe"

Effenberg begrüßt Nagelsmann-Entscheidung: "Jetzt ist Ruhe"


Effenberg begrüßt Nagelsmann-Entscheidung: "Jetzt ist Ruhe"
Effenberg begrüßt Nagelsmann-Entscheidung: "Jetzt ist Ruhe" / Foto: © SID

Der frühere Nationalspieler Stefan Effenberg begrüßt die Vertragsverlängerung von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit Blick auf die Heim-EM ausdrücklich. "Es ist das Allerwichtigste, dass damit jetzt Ruhe drin ist bei der Nationalmannschaft", schrieb Effenberg in seiner Kolumne bei t-online.de: "Jetzt weiß jeder, wie es nach dem Turnier weitergeht, und du hast keine Diskussion während der EM."

Textgröße ändern:

Nachdem Nagelsmann (36) seinen Kader für die Länderspiele im März gegen Vize-Weltmeister Frankreich (2:0) und die Niederlande (2:1) "richtungsweisend" verändert habe, sei sein Verbleib "nur logisch", erklärte der 55-Jährige: "Nagelsmann wird die Nationalmannschaft jetzt für zwei Turniere betreuen und setzt damit ein Zeichen, dass er sich zu 100 Prozent mit seiner Aufgabe identifiziert."

Zugleich sei Nagelsmanns Absage an seinen Ex-Verein FC Bayern zu diesem Zeitpunkt auch für die Münchner bei der Nachfolgersuche für Thomas Tuchel positiv zu bewerten. "Sie können Nagelsmann jetzt abhaken und sich auf andere Kandidaten konzentrieren", erklärte der frühere Bayern-Star.

Die Verantwortlichen der Münchner um Sportvorstand Max Eberl stünden allerdings vor der "größten Herausforderung der vergangenen zehn, 15 Jahre", glaubt Effenberg: "Vielleicht war es früher so, dass, wenn die Bayern einen Trainer haben wollten, sie ihn immer auch bekommen haben. Das hat sich aber ein bisschen geändert." Vor Nagelsmann entschied sich bereits Xabi Alonso gegen den FC Bayern und für den Verbleib bei Bayer Leverkusen.

Effenberg empfahl seinem Ex-Klub wärmstens, sich mit Zinedine Zidane zu beschäftigen. Spanische Medien berichteten erst am Freitag, der frühere Weltstar, der Real Madrid als Trainer dreimal zum Champions-League-Sieg geführt hatte, stehe kurz vor der Unterschrift in München.

"Ich habe ja noch selbst gegen ihn gespielt und würde mich mega darüber freuen, wenn er neuer Bayern-Trainer werden würde. Wenn so einer, mit seiner Aura, vor dir steht, dann stehen die Jungs ganz sicher auch stramm", erklärte Effenberg.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Infantino erhält Unterstützung aus Südamerika

Der unter Druck geratene FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich bei seinem Besuch in Kolumbien die Rückendeckung mehrerer südamerikanischer Fußball-Verbände gesichert. Allen voran Alejandro Dominguez, Präsident des Kontinentalverbandes CONMEBOL, zeigte sich nach einem Treffen in Cali versöhnlich. Dominguez betonte die Verdienste Infantinos und warb zugleich für einen konstruktiven Umgang innerhalb des internationalen Fußballs.

Auftakt-Misere gestoppt: Berlin gewinnt in Bochum

Hertha BSC hat seine Auftakt-Misere beendet und die großen Zweifel am Berliner Neuanfang vorerst vertrieben. Der Hauptstadt-Klub gewann am Freitagabend das Eröffnungsspiel der 2. Fußball-Bundesliga mit 1:0 (1:0) beim VfL Bochum. Das Team von Stefan Leitl trotzte damit dem großen personellen Aderlass und gewann erstmals seit sechs Jahren wieder am ersten Spieltag.

"Medizinische Bedenken": Asllani bleibt bei Hoffenheim

Der Wechsel von Fisnik Asllani zu Fußball-Bundesligist RB Leipzig ist kurz vor der Unterschrift geplatzt. Wie sein Klub TSG Hoffenheim am Freitag bekannt gab, kommt der Transfer aufgrund "medizinischer Bedenken, die Leipzig angemeldet hatte", nicht zustande.

Niewiadoma fährt am Mont Ventoux ins Gelbe Trikot

Die Polin Kasia Niewiadoma hat in der Gluthitze am Mont Ventoux die Königsetappe der Tour de France der Frauen gewonnen und das Gelbe Trikot erobert. Die Gesamtsiegerin von 2024 kam am kahlen Gipfel im Herzen der Provence klar vor ihren Rivalinnen Demi Vollering (+1:16 Minuten) und der zuvor führenden Marlen Reusser (+1:46) ins Ziel und steht vor ihrem zweiten Gesamtsieg. Die Rosenheimerin Antonia Niedermaier überzeugte als Sechste erneut und behält nach sieben von neun Tagen das Weiße Trikot.

Textgröße ändern: