Deutsche Tageszeitung - Kein neuer Vertrag: Hummels verlässt Borussia Dortmund

Kein neuer Vertrag: Hummels verlässt Borussia Dortmund


Kein neuer Vertrag: Hummels verlässt Borussia Dortmund
Kein neuer Vertrag: Hummels verlässt Borussia Dortmund / Foto: © SID

Nach dem Abschied von Trainer Edin Terzic setzt sich bei Borussia Dortmund der Umbruch auch in der Mannschaft fort. Der langjährige Nationalspieler Mats Hummels wird beim BVB nach SID-Informationen keinen neuen Vertrag erhalten und den Klub damit im Sommer verlassen. Zuerst hatten am Donnerstag die Ruhr Nachrichten berichtet.

Textgröße ändern:

Auch Hummels selbst kommentierte die Vorgänge am Abend, äußerte sich dabei allerdings recht kryptisch. "Den heutigen Tag zusammenzufassen, wird auch für mich eine Herausforderung", schrieb er bei Instagram unter ein Selfie. Der Donnerstag hatte bereits am Mittag ein Beben in Dortmund gebracht, als der Verein das Ende der Zusammenarbeit mit Terzic verkündete.

Der Trainer hatte seinen Abschied in einer Videobotschaft selbst mitgeteilt, "der Neustart" nach einer wilden Saison mit der Teilnahme am Champions-League-Finale solle "von einem neuen Mann an der Seitenlinie begleitet werden". Zweifel hatten Terzic in seiner Rolle beim BVB meist begleitet, und zuletzt hatte auch Hummels sie mit einem umstrittenen Interview genährt.

Der Sport Bild berichtete er unter anderem von seinen Klagen über die unzureichende Taktik im Saisonverlauf, in Spielen gegen Stuttgart habe er sich etwa "in meiner Ehre gekränkt gefühlt, so in diesem Trikot auf dem Platz zu stehen. So unterwürfig, so fußballerisch unterlegen". Bei der Autorisierung herausgefilterte Aussagen Hummels sollen gar noch härter gewesen sein.

Der trotz zuletzt starker Leistungen nicht für die EM nominierte Hummels wird Dortmund nun zum zweiten Mal verlassen: 2016 schloss er sich nach acht Jahren seinem Ausbildungsklub Bayern München an, ab 2019 lief er dann wieder für den BVB auf. Es könnte ihn nun nach Italien ziehen, mehr als einen Interessenten aus der Serie A soll es geben. Weiter weg möchte Hummels wohl nicht, das hat familiäre Gründe: Sein Sohn wohnt in München.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Schwimm-EM: Wesemann gewinnt Gold vom 3-m-Brett

Wasserspringer Moritz Wesemann hat sich bei der Schwimm-EM in Paris zum zweiten Mal zum Europameister gekrönt. Vier Tage nach seinem Sieg vom 1-m-Brett triumphierte der 24-Jährige auch im Finale vom 3-m-Brett. Mit 506,80 Punkten ließ der Sportsoldat aus Halle/Saale den Franzosen Jules Boyer (484,60) und den Briten Jordan Houlden (474,90) hinter sich und wiederholte seinen EM-Erfolg von 2023.

Jaissle neuer Teammanager bei Woltemade-Klub Newcastle

Fußball-Nationalstürmer Nick Woltemade bekommt bei Newcastle United einen deutschen Teammanager. Der Klub aus der englischen Premier League gab am Mittwochabend die lange erwartete Verpflichtung von Matthias Jaissle bekannt. Zur Vertragsdauer machten die Magpies keine Angabe. Der 38-Jährige tritt die Nachfolge von Eddie Howe an.

Times: Infantino bietet WM-Finale für Unterstützung

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat Marokko offenbar das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 versprochen – und verlangt im Gegenzug Unterstützung durch das Land, um das Blatt im Machtkampf an der Spitze des Weltverbandes noch einmal zu wenden und international wieder Rückhalt zu gewinnen. Dies berichtete die Times unter Berufung auf eine anonyme Quelle.

Schwimm-EM: Pfeif gewinnt ihre dritte Silbermedaille

Vizeweltmeisterin Pauline Pfeif hat bei der Schwimm-EM in Paris ihre dritte Silbermedaille gewonnen und den deutschen Wasserspringern das insgesamt sechste Edelmetall beschert. Gemeinsam mit dem Rostocker Ole Rösler sprang die Berlinerin im gemischten Synchronfinale vom Turm im Centre Aquatique Olympique mit 317,76 Punkten auf Platz zwei. Gold schnappten sich Ksenija Bailo und Oleksij Sereda aus der Ukraine (323,16). Bronze ging an die Spanier Jorge Rodriguez Ledesma und Ana Carvajal San Miguel (297,48).

Textgröße ändern: