Deutsche Tageszeitung - 14 Jahre nach Nowitzki: Hartenstein holt den NBA-Titel

14 Jahre nach Nowitzki: Hartenstein holt den NBA-Titel


14 Jahre nach Nowitzki: Hartenstein holt den NBA-Titel
14 Jahre nach Nowitzki: Hartenstein holt den NBA-Titel / Foto: © SID

Isaiah Hartenstein ist in große Fußstapfen getreten und hat 14 Jahre nach Basketballidol Dirk Nowitzki als zweiter Deutscher den NBA-Titel geholt. Der Center gewann mit Oklahoma City Thunder das entscheidende siebte Finalspiel gegen die Indiana Pacers in der Nacht zu Montag 103:91, damit ging die Best-of-seven-Finalserie mit 4:3 an das beste Team der Hauptrunde.

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Für das vom überragenden MVP Shai Gilgeous-Alexander angeführte OKC ist es der erste Titel seit dem Umzug (2008) und der zweite nach 1979, damals hatte die Franchise unter dem Namen Seattle SuperSonics triumphiert. Die Pacers müssen dagegen weiter auf den Gewinn der Larry O'Brien Trophy warten, die frühe Verletzung ihres Starspielers Tyrese Haliburton schwächte die Gäste merklich.

Hartenstein, in Eugene/Oregon geboren, zog durch den Erfolg mit dem Würzburger Nowitzki gleich. Der langjährige NBA-Profi hatte 2011 mit den Dallas Mavericks als bislang einziger Deutscher in der nordamerikanischen Profiliga die Krone geholt, nun schrieb auch Hartenstein Geschichte. Vier Deutsche sind in den Finals gescheitert: Detlef Schrempf (1996), Nowitzki (2006), Daniel Theis (2022) und zuletzt Maximilian Kleber (2024).

Titelfavorit Oklahoma City hatte in der Nacht zu Dienstag vor eigenem Publikum erstmals die Führung in den Finals erobert und sich zwei Matchbälle geholt, den ersten am Donnerstag in Indianapolis bei einer schwachen Vorstellung aber liegen lassen (91:108). Bei der 20. Entscheidung im siebten NBA-Finale ging zum 16. Mal der Titel an das Heimteam.

Doch im extrem lauten Paycom Center erwischte im Entscheidungsspiel Indiana den besseren Start. Haliburton fand schnell seinen Rhythmus von der Dreierlinie, versenkte drei von vier Würfen - und ging dann voller Schmerzen zu Boden. Ohne Fremdeinwirkung hatte er eine Verletzung erlitten, sein Vater bestätigte bei ESPN, dass es sich die Achillessehne betroffen sei. Haliburton kam nicht mehr aufs Feld zurück, doch Indiana blieb hartnäckig.

Hartenstein glich zum Ende des zweiten Viertels aus. Zunächst versenkte er unter Bedrängnis, dann traf er auch noch den folgenden Freiwurf. Weil auf der Gegenseite Andrew Nembhard einen Dreier traf, ging der Underdog mit einem 48:47 in die Kabine.

OKC drehte nach der Pause dann auf und holte sich die Führung zurück. Immer wieder stahlen die Favoriten den Ball, aus ihren Möglichkeiten machten sie in dieser Phase aber noch zu wenig. Erst mit einem kleinen Zwischenspurt und drei aufeinander verwandelten Dreiern setzte sich OKC etwas ab, lag Mitte des dritten Viertels mit 65:56 vorne.

Dass die Führung hielt, war auch Hartensteins Verdienst. Der Center arbeitete in der Defensive, erkämpfte sich den Ball und sammelte Assists. Die Pacers hielten vor allem dank TJ McConnell mit, doch die vielen Ballverluste konnten sie nicht kompensieren.

Schritt für Schritt baute OKC seine Führung aus, Hartenstein versenkte den Ball zum 81:68. Gilgeous-Alexander eröffnete das letzte Viertel mit einem Dreier. Die Fans in Oklahoma City feierten jede gelungene Aktion und fieberten mit, als sich die Pacers gegen die Niederlage stemmten. Erst in den letzten Sekunden wich die Anspannung mehr und mehr.

(Y.Leyard--DTZ)

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