Deutsche Tageszeitung - "Fahren" statt "reden": Ferrari-Chef über Hamilton und Leclerc

"Fahren" statt "reden": Ferrari-Chef über Hamilton und Leclerc


"Fahren" statt "reden": Ferrari-Chef über Hamilton und Leclerc
"Fahren" statt "reden": Ferrari-Chef über Hamilton und Leclerc / Foto: © SID

Lewis Hamilton lebt bei Ferrari seinen "Albtraum", die Scuderia ist auf dem Weg, alle Saisonziele zu verpassen - und nun nimmt die Chefetage beide Fahrer ins Visier. Hamilton und Charles Leclerc sollten "mehr fahren und weniger reden", sagte Ferrari-Präsident John Elkann am Montag im Rahmen eines Termins in Rom vor italienischen Medien: "Unsere Mechaniker und auch die Ingenieure haben ihren Job gemacht, denn das Auto hat sich offensichtlich verbessert. Der Rest war nicht auf demselben Niveau."

Textgröße ändern:

Beim Großen Preis von Sao Paulo am Sonntag war Leclerc unverschuldet ausgeschieden, er wurde in eine Kollision zwischen Oscar Piastri (McLaren) und Kimi Antonelli (Mercedes) verwickelt. Hamilton dagegen leistete sich einen frühen Auffahrunfall, beschädigte sich dabei den Unterboden, kassierte zudem eine Zeitstrafe, wurde später überrundet und stellte das Auto dann vorzeitig ab. "Es tut mir unglaublich leid für das Team, das war ein desaströses Wochenende", sagte der Rekordweltmeister, der auch nach dem 21. Saisonrennen auf sein erstes Podest in einem Grand Prix wartet.

So lange brauchte noch kein neuer Ferrari-Pilot in der Geschichte des Teams, für Hamilton setzt es seit dem Wechsel von Mercedes zu den Italienern zahlreiche Enttäuschungen. "Es ist ein Albtraum, und in dem lebe ich nun schon eine Weile", sagte er am Sonntag bei Sky Sports: "Der Wechsel zwischen dem Traum, für dieses Team zu fahren, und dem Alptraum der Ergebnisse war herausfordernd."

Das Auto machte zuletzt aber in der Tat Fortschritte, Leclerc etwa eroberte für das Rennen in Brasilien den dritten Startplatz. "Das zeigt, dass etwas möglich ist", sagte Hamilton: "Ich muss daran glauben, dass diese Schwierigkeiten zu irgendetwas führen."

Der zweite Platz in der Team-WM sei "noch möglich" und weiterhin das Ziel, sagte auch Elkann. Allerdings ist Ferrari (362 Punkte) durch das Doppel-Aus in Brasilien erstmal auf Rang vier zurückgefallen, hinter Mercedes (398) und Red Bull (366). McLaren (756) steht drei Rennwochenenden vor Schluss längst als Team-Weltmeister fest.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Kane geht trotz Verletzung steil: "Wow, wow, wow!"

Die Verletzung war Harry Kane nicht anzumerken, als er nach dem furiosen Comeback-Sieg seiner Kumpels steil ging. "Wow, wow, wow! Was für ein Comeback! Ein Lob an die Jungs", jubelte der angeschlagene Torjäger des FC Bayern in einem selbstgedrehten Handy-Video über das 3:2 (0:0) des deutschen Rekordmeisters in der Fußball-Bundesliga nach 0:2-Rückstand beim SC Freiburg: "Was für eine Mentalität. Was für ein Sieg. Ein großartiger Auswärts-Dreier."

"Alles gut" zwischen Undav und Bundestrainer Nagelsmann

Deniz Undav sieht zwischen sich und Bundestrainer Julian Nagelsmann keine Probleme. "Ich will gar nicht so auf das Thema eingehen. Ich habe mit dem Bundestrainer geredet. Die Sache ist durch, es ist alles gut zwischen uns", sagte der Stürmer des VfB Stuttgart nach dem 0:2 (0:0) gegen Borussia Dortmund bei Sky: "Was wir besprochen haben, werde ich hier nicht sagen. Wir haben kurz geredet, es ist alles gut."

Hecking mit Schiri-Schelte: "Das war unterirdisch"

Nach dem neuerlichen Rückschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ist Dieter Hecking hart mit Schiedsrichter Martin Petersen ins Gericht gegangen. Er sei zwar weit davon entfernt, die Schuld für das 3:6 (3:2) des VfL Wolfsburg bei Bayer Leverkusen beim Referee zu suchen. "Aber diese Leistung war unterirdisch", sagte der Wölfe-Trainer nach dem elften Spiel nacheinander ohne Sieg.

"Schuss in den Ofen": Fan-Krawalle überschatten Dresden-Spiel

Das Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC ist nach Jagdszenen auf dem Feld zwischenzeitlich unterbrochen worden. In der 19. Spielminute machten sich zahlreiche vermummte Dynamo-Fans aus dem K-Block auf den Weg zum Gästeblock, es kam zu Auseinandersetzungen, Pyrotechnik und Raketen wurden hin- und hergeschossen, ehe die Polizei die Heimfans zurück in den eigenen Block drängte.

Textgröße ändern: