Deutsche Tageszeitung - Geldstrafen für Klimaaktivisten nach Farbanschlag auf Brandenburger Tor

Geldstrafen für Klimaaktivisten nach Farbanschlag auf Brandenburger Tor


Geldstrafen für Klimaaktivisten nach Farbanschlag auf Brandenburger Tor
Geldstrafen für Klimaaktivisten nach Farbanschlag auf Brandenburger Tor / Foto: © AFP/Archiv

Fast zweieinhalb Jahre nach einer Farbattacke auf das Brandenburger Tor in Berlin sind vier weitere Klimaaktivisten zu Geldstrafen verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sprach zwei Männer und eine Frau der gemeinschaftlichen gemeinschädlichen Sachbeschädigung teils in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Ein weiterer angeklagter Mann wurde wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt.

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Bei den Angeklagten handelte es sich um drei Männer, die zu Prozessbeginn Mitte Oktober 2025 28, 33 und 53 Jahre alt waren, sowie um eine 29-jährige Frau. Sie wurden zu Geldstrafen zwischen 1200 und 3300 Euro verurteilt. Rechtskräftig ist das Urteil, das bereits am 23. Januar fiel, noch nicht. Der Sprecherin zufolge hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.

Laut Anklage waren die vier Aktivisten ebenso wie zehn weitere Menschen an einer Protestaktion der Gruppierung Letzte Generation im September 2023 beteiligt. Dabei wurde das Brandenburger Tor mittels präparierter Feuerlöscher mit gelber und orangener Farbe besprüht, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen.

Drei der vier nun Verurteilten versuchten laut Anklage, mit einer Hebebühne auf das Tor zu gelangen, um dort Transparente anzubringen. Daran wurden sie jedoch durch zwei Polizeibeamte gehindert. Der vierte Verurteilte koordinierte die Aktion laut Staatsanwaltschaft vom Boden aus.

Die Farbattacke zog bereits mehrere Prozesse gegen etliche Angeklagte nach sich. In einem früheren Verfahren wurde festgestellt, dass die Reinigung des Denkmals Kosten in Höhe von 110.000 Euro verursachte.

(M.Dorokhin--DTZ)

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