Deutsche Tageszeitung - Katjes prüft Übernahme von Haribo-Standort in Sachsen

Katjes prüft Übernahme von Haribo-Standort in Sachsen


Katjes prüft Übernahme von Haribo-Standort in Sachsen
Katjes prüft Übernahme von Haribo-Standort in Sachsen / Foto: ©

Der Süßwarenhersteller Katjes erwägt eine Übernahme des von seinem Konkurrenten Haribo aufgegebenen Standorts in Sachsen. Katjes will den Kauf des Werks in Wilkau-Haßlau prüfen, wenn dort eine Produktion seiner vegetarischen Produkte möglich ist, wie Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag in Dresden mitteilte. Für die 150 Mitarbeiter bestehe damit wieder Hoffnung.

Textgröße ändern:

Dulig hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen mit der Geschäftsführung von Katjes "viele gute und intensive Gespräche" geführt. Er erwarte von Haribo nun die zügige Aufnahme von Gesprächen mit Katjes, damit "der Gummibärchenstandort in Wilkau-Haßlau wieder eine klare Zukunftsperspektive hat". Haribo hatte den Betrieb trotz großer Bemühungen der Landesregierung zum Jahresende eingestellt.

Die Produktion von Süßigkeiten in Wilkau-Haßlau hat demnach eine mehr als 100-jährige Tradition. Zu DDR-Zeiten wurden dort ebenfalls Gummibärchen hergestellt und zum großen Teil in die Bundesrepublik geliefert. 1990 übernahm Haribo das Werk, zum Jahresende 2020 stellte das Unternehmen den Betrieb ein.

Seit Monaten gibt es Proteste gegen die Werksschließung. Das Land Sachsen beendete eine mehrjährige Werbekooperation mit dem Unternehmen, nachdem Haribo Anfang November das Aus für sein nach Konzernangaben veraltetes Werk bei Zwickau angekündigt hatte.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Zwei Nächte in Folge keine US-Angriffe im Iran: Teheran stoppt seine Attacken

Im Krieg mit dem Iran hat das US-Militär zwei Nächte in Folge keine Ziele mehr in dem Land angegriffen. Die iranische Armee kündigte daraufhin am Sonntag an, ihre Attacken in der Region ebenfalls einzustellen. Die für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport wichtige Straße von Hormus ist dagegen weiter umkämpft. Auseinandersetzungen gab es auch zwischen der jemenitischen Huthi-Miliz und Saudi-Arabien.

Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin in Unesco-Welterbeliste aufgenommen

Die Waldsiedlung Zehlendorf im Südwesten Berlins ist in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen worden. Das beschloss das Welterbekomitee der Organisation bei seiner aktuellen Sitzung im südkoreanischen Busan, wie die deutsche Unesco-Kommission am Sonntag in Bonn mitteilte. Die Aufnahme in die globale Liste der Kultur- und Naturerbes erfolgte demnach als Teil der so genannten Siedlungen der Berliner Moderne. Diese gehören schon seit 2008 als Beispiele für modernen Wohnungsbau zu der Welterbeliste.

Motto "Haltung ist hot": Hunderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin

Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin an der diesjährigen Großkundgebung zum Christopher Street Day (CSD) teilgenommen. Unter dem Motto "Haltung ist hot" zogen die Teilnehmenden bei hochsommerlichem Wetter durch das Zentrum der Bundeshauptstadt. Eine Polizeisprecherin berichtete am Nachmittag von einem friedlichen Verlauf. Später erklärte die Polizei allerdings, Teilnehmende und zwei Einsatzkräfte seien aus einer Wohnung heraus mit einer Softairwaffe beschossen worden.

Tödlicher Unfall: Kleinflugzeug stürzt auf Wohnhaus in Niedersachsen

Der Flug eines Kleinflugzeugs in Niedersachsen hat am Samstag ein tödliches Ende genommen: Die Maschine stürzte am Vormittag auf das Dach eines Wohnhauses in der Ortschaft Ganderkesee im Landkreis Oldenburg, wie die Polizei bekannt gab. Eine erste Erkundung habe ergeben, dass ein Mensch gestorben und ein weiterer vermisst sei. Das Kleinflugzeug habe "aus bislang ungeklärter Ursache" an Höhe verloren und sei auf die Wohnsiedlung gestürzt.

Textgröße ändern: