Deutsche Tageszeitung - Bundesgerichtshof verhandelt über erstes Cum-Ex-Verfahren

Bundesgerichtshof verhandelt über erstes Cum-Ex-Verfahren


Bundesgerichtshof verhandelt über erstes Cum-Ex-Verfahren
Bundesgerichtshof verhandelt über erstes Cum-Ex-Verfahren / Foto: ©

Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am Dienstag (10.30 Uhr) in Karlsruhe über das erste Cum-Ex-Strafverfahren. Das Landgericht Bonn hatte im März 2020 zwei britische Börsenhändler zu Bewährungsstrafen verurteilt und von einem der beiden Steuerschulden in Höhe von 14 Millionen Euro eingezogen, die Privatbank M.M. Warburg muss 176 Millionen Euro zahlen. Dagegen haben die Bank, die Angeklagten und die Staatsanwaltschaft Revision beim BGH eingelegt. (Az. 1 Str 519/20)

Textgröße ändern:

Einer der Angeklagten wendet sich nur gegen das Einziehen der 14 Millionen, der andere gegen das komplette Urteil gegen ihn. Beide sollen an Cum-Ex-Geschäften beteiligt gewesen sein. Damit wird das Verschieben von Aktien rund um einen Dividenden-Stichtag herum bezeichnet, um sich so eine einmal gezahlte Kapitalertragssteuer mehrfach vom Fiskus erstatten zu lassen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Studie: Gebündelte Sozialleistungen können Armutsrisiko senken

Eine Bündelung von Sozialleistungen kann Armutsrisiken mindern und untere Einkommensgruppen besser stellen. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts im Auftrag des AWO-Bundesverbandes hervorgeht, würden vor allem Alleinerziehende und Familien mit Kindern von einer Zusammenlegung der Grundsicherung mit Kinderzuschlag, Wohngeld und weiteren Sozialleistungen profitieren. Wie die AWO sieht auch die Linke darin ein Instrument für mehr soziale Gerechtigkeit.

OpenAI zeigt ab Montag auch in Deutschland Werbeanzeigen bei ChatGPT

Die US-Firma OpenAI baut ab Montag auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern Werbung in ihren beliebten Chatbot ChatGPT ein. Betroffen sind Nutzer der kostenfreien Version und der günstigsten Bezahlversion Go, wie OpenAI erklärte. Weiter keine Werbung angezeigt bekommen demnach Nutzer der Tarife Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu sowie Nutzer, die OpenAI für minderjährig hält. OpenAI sucht schon seit längerem nach Möglichkeiten, mit dem Chatbot Geld zu verdienen.

EZB-Chefin Lagarde warnt: Europa darf KI-Revolution nicht verpassen

Europa darf im Bereich Künstliche Intelligenz nach Auffassung der Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, nicht weiter zurückfallen. Der Kontinent dürfe die aktuelle KI-Revolution nicht verpassen, sagte die Französin am Mittwoch bei einem Event des Weltwirtschaftsforums in Genf. EU-Unternehmen investieren stark in KI, dennoch gelten die USA und China als unangefochtene Spitzenreiter.

Sterbehilfe in Frankreich nun unter Auflagen erlaubt - Umstrittenes Gesetz in Kraft

In Frankreich haben manche unheilbar Kranke nun das Recht, sich unter Auflagen beim Suizid helfen zu lassen. Das seit Jahren diskutierte Sterbehilfe-Gesetz wurde am Mittwoch im offiziellen Amtsblatt veröffentlicht. Das Gesetz gilt als die größte gesellschaftliche Reform des im kommenden Frühjahr aus dem Amt scheidenden Präsidenten Emmanuel Macron. Damit zählt Frankreich zu den wenigen Ländern, in denen Sterbehilfe unter Bedingungen möglich ist.

Textgröße ändern: