Deutsche Tageszeitung - EU-Klimapaket: Altmaier fordert Klarheit für verschiedene Insdustriezweige

EU-Klimapaket: Altmaier fordert Klarheit für verschiedene Insdustriezweige


EU-Klimapaket: Altmaier fordert Klarheit für verschiedene Insdustriezweige
EU-Klimapaket: Altmaier fordert Klarheit für verschiedene Insdustriezweige / Foto: ©

Bis 2050 will die EU klimaneutral werden: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) forderte am Mittwoch Klarheit über die Konsequenzen der Klimamaßnahmen für verschiedene Industriezweige. "Alles, was dazu beiträgt, dass wir das Klima schneller und umfassender schützen, ohne dabei unsere Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden, ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Altmaier am Mittwoch.

Textgröße ändern:

Die Vorschläge der EU-Kommission im Rahmen des "Fit for 55"-Pakets würden "sehr genau" geprüft, kündigte der Minister an. "Das Ziel muss sein, dass wir möglichst schnell Klarheit haben, womit in den einzelnen Bereichen, angefangen vom Verkehr über Industrie und Energieerzeugung, zu rechnen ist." Die Vorschläge der EU würden mit den "Kolleginnen und Kollegen im EU-Ministerrat" besprochen.

Für die Umsetzung der EU-Klimaziele sei eine Vielzahl von Maßnahmen nötig. "Deshalb werden wir uns sehr konstruktiv mit diesen neuen Vorschlägen befassen", sagte Altmaier weiter.

Die EU-Kommission stellt am Mittag ihr Gesetzespaket "Fit for 55" vor. Es soll die europäische Wirtschaft darauf vorbereiten, bis 2030 mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgas im Vergleich zu 1990 auszustoßen. Vorgesehen sind neue Zölle, Steuern und Zielvorgaben. Im Paket enthalten sind etwa das faktische Ende des Verbrennungsmotors oder eine Kerosinsteuer für innereuropäische Flüge. Außerdem will die Kommission das seit längerem geplante Projekt einer Abgabe für Importe aus Drittländern umsetzen, die klimaschädlicher produzieren. Diese CO2-Grenzabgabe soll Teil einer größeren Reform des europäischen Emissionshandels sein.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Deutsche Industrie fordert Bundesregierung zur Wachstumsförderung auf

Kurz vor der Kabinettsklausur der schwarz-roten Koalition hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die Bundesregierung zur Wachstumsförderung aufgefordert. Bei jeder Maßnahme der Bundesregierung müsse es "darum gehen, dass es auf Wachstum einzahlt", sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Alles, was Wachstum hindert, darf im Moment nicht gemacht werden", fügte sie hinzu.

Online-Riese Shein geht am 1. September in Hongkong an die Börse

Der weltweit tätige Online-Versandhändler Shein geht am 1. September in Hongkong an die Börse. Das Unternehmen mit Sitz in Singapur will 280 Millionen Aktien anbieten und damit bis zu 13,86 Milliarden Hongkong-Dollar (knapp 1,5 Milliarden Euro) einnehmen, wie der Konzern am Montag in einer Mitteilung an die Börse erklärte.

AOK-Bundesverband fordert mehr Prävention - Kritik an niedrigen Preisen für Tabak und Alkohol

Der AOK-Bundesverband fordert in der Debatte um die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung mehr vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen und sieht vor allem bei Tabak und Alkohol Handlungsbedarf. "Wir müssen bei der Prävention besser werden. Wir tun in Deutschland zu wenig dafür, dass Menschen gar nicht erst krank werden", sagte die Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben).

SPD-Präsidium verteidigt vor Kabinettsklausur Sondervermögen gegen Kritik

Vor der am Dienstag beginnenden Kabinettsklausur hat die SPD-Spitze in einem Präsidiumsbeschluss die aus ihrer Sicht positive Wirkung des 500-Milliarden-Euro Sondervermögens hervorgehoben. In dem Beschluss, der der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe) vorliegt, heißt es, die Gegner des Sondervermögens beschwerten sich über die Schulden, die für Investitionen aufgenommen würden. "Das sind die gleichen Leute, die aus ideologischen Gründen jahrelang eine Sparpolitik zulasten unserer Infrastruktur und der Attraktivität unseres Wirtschaftsstandorts durchgesetzt haben."

Textgröße ändern: