Deutsche Tageszeitung - Zaghafter Optimismus bei Air France-KLM und British-Airways-Mutter IAG

Zaghafter Optimismus bei Air France-KLM und British-Airways-Mutter IAG


Zaghafter Optimismus bei Air France-KLM und British-Airways-Mutter IAG
Zaghafter Optimismus bei Air France-KLM und British-Airways-Mutter IAG / Foto: ©

Bei den von der Corona-Krise schwer getroffenen Fluggesellschaften geht es wieder ein bisschen aufwärts: Der Luftfahrtkonzern Air France-KLM verringerte seine Verluste nach Angaben vom Freitag im zweiten Quartal auf 1,5 Milliarden Euro, nachdem das Minus im zweiten Quartal 2020 noch 2,6 Milliarden Euro betragen hatte. Es gebe "erste Anzeichen der lang erwarteten Erholung", erklärte Air France-KLM.

Textgröße ändern:

Auch die British-Airways-Mutter IAG präsentierte am Freitag bessere Zahlen: Im ersten Halbjahr 2021 sei ein Minus von zwei Milliarden Euro zu verzeichnen gewesen, nach 3,8 Milliarden Euro Verlust in Vorjahreszeitraum.

Allerdings bleibt die Lage schwierig. Die Zahl der Passagiere betrage nur 22 Prozent des Vorkrisenniveaus, teilte der Konzern IAG mit, zu dem auch die Fluglinie Iberia gehört. Das Unternehmen werde weiterhin beeinträchtigt "von der Covid-19-Pandemie zusammen mit staatlichen Beschränkungen und Quarantänevorschriften".

Kurzfristig konzentriere sich IAG darauf, die Einsatzbereitschaft sicherzustellen, so dass auf mögliche Lockerungen des Reisebeschränkungen schnell reagiert werden könne, erklärte Konzernchef Luis Gallego. "Wir wissen, dass die Erholung ungleichmäßig sein wird, aber wir stehen bereit, unseren Vorteil zu nutzen, wenn parallel zu steigenden Impfraten die Nachfrage nach Flugreisen zunimmt."

Air France-KLM-Chef Benjamin Smith erklärte, für eine anhaltend positive Entwicklung seien Grenzöffnungen und eine Beschleunigung der weltweiten Impfkampagne zentral. Seit Juni legen nach Konzernangaben die Buchungen wieder zu.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Handelsstreit zwischen USA und Kanada geht mit Gegenzöllen aus Ottawa in neue Runde

Weitere Runde im Handelsstreit zwischen den USA und Kanada: Ottawa hat am Dienstag auf die jüngst von Washington verhängten Zölle mit Gegenzöllen in Höhe von 15 bis 50 Prozent reagiert. Die ab dem 8. September geltenden Zölle entsprächen dem Niveau der US-Aufschläge, erklärten kanadische Regierungsvertreter. Die deutsche Automobilindustrie äußerte sich besorgt wegen möglicher Auswirkungen des Zollstreits auf deutsche Unternehmen.

Norwegen will Nutzung von Smart Glasses stärker regulieren

Die norwegische Regierung plant eigenen Angaben zufolge, die Nutzung sogenannter Smart Glasses und ähnlicher Geräte zu regulieren und erwägt, die Gesichtserkennungs-Funktion für die Spezialbrillen zu verbieten. Digitalministerin Karianne Tung teilte am Dienstag mit, sie wolle eine Expertengruppe einberufen, die die Regierung darin beraten solle, wie Verbraucher besser vor den neuen Technologien geschützt werden könnten. Sie rief zudem den öffentlichen und den privaten Sektor auf, eigene Richtlinien zu erwägen.

Klingbeil: Bundesregierung will Zuckersteuer ausweiten

Die Bundesregierung will die geplante Zuckerabgabe auf weitere Getränke ausweiten. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte am Dienstag den Sendern RTL und ntv, dass "die ganze Bundesregierung" hinter den Plänen zur Ausweitung stehe. Berichte, wonach die Zuckerabgabe auch auf Produkte mit Süßungsmitteln statt Zucker erhoben werden solle, wollte er unter Verweis auf die vertraulichen Gespräche innerhalb der Bundesregierung nicht bestätigen.

Autonomer Fahrdienst Waymo will ab Ende 2027 Robotaxis in München anbieten

Das US-Unternehmen Waymo will künftig Robotaxis in München anbieten und dafür schon in den nächsten Wochen Fahrzeuge für Testfahrten auf die Straßen der bayrischen Landeshauptstadt bringen. "In den kommenden Wochen werden die ersten Waymo-Fahrzeuge auf den Straßen Münchens zu sehen sein – zunächst noch manuell durch die Stadt gesteuert", erklärte die Tochter der Google-Mutter Alphabet am Dienstag. "Gegen Ende 2027 wollen wir unseren Fahrdienst dann für die Öffentlichkeit zugänglich machen."

Textgröße ändern: