Deutsche Tageszeitung - "Handelsblatt": Birkenstock will 100 Millionen Euro in Expansion investieren

"Handelsblatt": Birkenstock will 100 Millionen Euro in Expansion investieren


"Handelsblatt": Birkenstock will 100 Millionen Euro in Expansion investieren
"Handelsblatt": Birkenstock will 100 Millionen Euro in Expansion investieren / Foto: ©

Der Schuh-Hersteller Birkenstock will 100 Millionen Euro in seine Expansion investieren. Die Hälfte der Summe soll laut Bericht des "Handelsblatts" in die Modernisierung der mit 1900 Mitarbeitern aktuell größten Birkenstock-Fabrik im ostsächsischen Görlitz fließen, die andere Hälfte in eine neue Fabrik. Über den Standort wolle Birkenstock im Herbst entscheiden, berichtet die Zeitung am Sonntag.

Textgröße ändern:

"Die Investitionen sind ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland, wonach Birkenstock auch weiterhin nur ’Made in Germany’ produzieren wird", zitierte das "Handelsblatt" Birkenstock-Chef Oliver Reichert. In Görlitz sollen dem Bericht zufolge künftig nahezu ausschließlich die besonders stark nachgefragten Kork-Latex-Schuhe hergestellt werden.

Die Fertigung von Kunststoff-Birkenstocks soll den Angaben zufolge in die neue Fabrik ausgelagert werden. Reichert wolle den neuen Standort mit zunächst 400, mittelfristig 1000 Arbeitsplätzen "zum Kompetenzzentrum für sogenannte einspritzbasierte Technologien" entwickeln.

Geprüft werden laut "Handelsblatt" dafür noch drei bis vier in Frage kommende Standorte. Darunter seien Kommunen in den neuen Bundesländern, aber auch im nördlichen Bayern. Wo genau die neue Fabrik entstehen wird, wolle Birkenstock im September, spätestens im Oktober entscheiden. Der Produktionsstart sei im ersten Halbjahr 2023 vorgesehen.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Handelsstreit zwischen USA und Kanada geht mit Gegenzöllen aus Ottawa in neue Runde

Weitere Runde im Handelsstreit zwischen den USA und Kanada: Ottawa hat am Dienstag auf die jüngst von Washington verhängten Zölle mit Gegenzöllen in Höhe von 15 bis 50 Prozent reagiert. Die ab dem 8. September geltenden Zölle entsprächen dem Niveau der US-Aufschläge, erklärten kanadische Regierungsvertreter. Die deutsche Automobilindustrie äußerte sich besorgt wegen möglicher Auswirkungen des Zollstreits auf deutsche Unternehmen.

Norwegen will Nutzung von Smart Glasses stärker regulieren

Die norwegische Regierung plant eigenen Angaben zufolge, die Nutzung sogenannter Smart Glasses und ähnlicher Geräte zu regulieren und erwägt, die Gesichtserkennungs-Funktion für die Spezialbrillen zu verbieten. Digitalministerin Karianne Tung teilte am Dienstag mit, sie wolle eine Expertengruppe einberufen, die die Regierung darin beraten solle, wie Verbraucher besser vor den neuen Technologien geschützt werden könnten. Sie rief zudem den öffentlichen und den privaten Sektor auf, eigene Richtlinien zu erwägen.

Klingbeil: Bundesregierung will Zuckersteuer ausweiten

Die Bundesregierung will die geplante Zuckerabgabe auf weitere Getränke ausweiten. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte am Dienstag den Sendern RTL und ntv, dass "die ganze Bundesregierung" hinter den Plänen zur Ausweitung stehe. Berichte, wonach die Zuckerabgabe auch auf Produkte mit Süßungsmitteln statt Zucker erhoben werden solle, wollte er unter Verweis auf die vertraulichen Gespräche innerhalb der Bundesregierung nicht bestätigen.

Autonomer Fahrdienst Waymo will ab Ende 2027 Robotaxis in München anbieten

Das US-Unternehmen Waymo will künftig Robotaxis in München anbieten und dafür schon in den nächsten Wochen Fahrzeuge für Testfahrten auf die Straßen der bayrischen Landeshauptstadt bringen. "In den kommenden Wochen werden die ersten Waymo-Fahrzeuge auf den Straßen Münchens zu sehen sein – zunächst noch manuell durch die Stadt gesteuert", erklärte die Tochter der Google-Mutter Alphabet am Dienstag. "Gegen Ende 2027 wollen wir unseren Fahrdienst dann für die Öffentlichkeit zugänglich machen."

Textgröße ändern: