Deutsche Tageszeitung - Studie: Aufsichtsrat der Deutschen Bank erhielt 2020 höchstes Gehalt

Studie: Aufsichtsrat der Deutschen Bank erhielt 2020 höchstes Gehalt


Studie: Aufsichtsrat der Deutschen Bank erhielt 2020 höchstes Gehalt
Studie: Aufsichtsrat der Deutschen Bank erhielt 2020 höchstes Gehalt / Foto: ©

Die Aufsichtsräte der führenden deutschen Unternehmen sind gut bezahlt und überwiegend männlich. Der Titel des einflussreichsten Aufsichtsratsvorsitzenden im Jahr 2020 ging an den Aufsichtsratschef des Versicherungskonzerns Allianz, Michael Diekmann, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am Dienstag erklärte. Das höchste Gehalt verbuchte mit 802.083 Euro der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank, Paul Achleitner.

Textgröße ändern:

Für das Ranking der einflussreichsten Aufsichtsräte wertete die DSW Informationen über die 40 aktuell im Leitindex Dax gelisteten Unternehmen aus. Um den Einfluss der Aufsichtsratsmitglieder zu bewerten, vergab die DSW Punkte für verschiedene Ämter in Aufsichtsräten und Ausschüssen. Für die Rangliste der bestbezahlten Aufsichtsräte berücksichtigte die DSW hingegen lediglich die 30 Unternehmen die bereits vor der Erweiterung des Leitindex im Dax gelistet waren.

Neben Diekmann zählten auch die Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Post, Nikolaus von Bomhard, und der Bayer AG, Norbert Winkeljohann, zu den einflussreichsten Unternehmenskontrolleuren. Unter den einflussreichsten 50 Aufsichtsräten fanden sich demnach insgesamt lediglich neun Frauen - im Vorjahr 2019 waren es noch zwölf gewesen.

Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten insgesamt belief sich im Jahr 2020 auf 36,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein minimaler Rückgang von 0,1 Prozentpunkten. Dies ist laut DSW auf einen Rückgang des Frauenanteils auf der Arbeitnehmerseite zurückzuführen - von 40,2 Prozent im Vorjahr auf 39,4 Prozent im Jahr 2020. Auf der Anteilseignerseite gab es einen Zuwachs des Frauenanteils von 33,3 auf 33,9 Prozent.

Insgesamt zahlten die ausgewerteten Unternehmen im Jahr 2020 rund 83,1 Millionen Euro an ihre Aufsichtsräte. Die höchste Vergütung zahlte dabei die Deutsche Bank, die gut 6,1 Millionen Euro an ihr Kontrollgremium mit 20 Mitgliedern auszahlte. BMW zahlte insgesamt 5,6 Millionen Euro an seine Aufsichtsräte, knapp dahinter landete Daimler mit knapp 5,5 Millionen und einem deutlichen Plus von 18,1 Prozent im Vergleich zu 2019.

Den höchsten Zuwachs verzeichnete jedoch der Reifenhersteller Continental mit 32,2 Prozent - obwohl die Mitglieder des Aufsichtsrats aufgrund der Corona-Pandemie für die Monate April bis Juli 2020 auf zehn Prozent ihrer Grund- und Ausschussvergütung verzichtet hatten. Insgesamt hatte die Corona-Pandemie jedoch einen eher geringen Einfluss auf die Bezahlung der Aufsichtsräte.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesse vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesser vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

CDU will Stromsteuer "für alle" auf EU-Minimum absenken: Merz sieht "Spielräume"

Die CDU will zur Entlastung der Verbraucher die Stromsteuer "für alle" auf das europäische Minimum absenken und damit eine Zusage aus dem vergangenen Jahr einhalten. Das kündigte Parteichef Friedrich Merz am Montag in Berlin an und sagte, dafür sollten nun "finanzielle Spielräume im Haushalt" genutzt werden. Diese könne es geben, "wenn sich das Wachstum verfestigt und verstetigt", sagte der Kanzler.

Verwirrung um von Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" - Kiew meldet neue russische Angriffe

Verwirrung um die von US-Präsident Donald Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" im Ukraine-Krieg: Russland hat das Inkrafttreten einer solchen Einigung am Montag nicht bestätigt und nach Angaben Kiews erneut Energie-Anlagen in der Ukraine angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, Kiew werde "reagieren", sollte sich Moskau nicht an die Waffenruhe halten. Die EU verhängte im wegen des russischen Angriffskriegs Sanktionen gegen zusätzliche fast 1600 Verantwortliche und Organisationen.

Textgröße ändern: