Deutsche Tageszeitung - Verbraucherpreise für Öl, Gas und Strom steigen

Verbraucherpreise für Öl, Gas und Strom steigen


Verbraucherpreise für Öl, Gas und Strom steigen
Verbraucherpreise für Öl, Gas und Strom steigen / Foto: ©

Die Verbraucherpreise für Öl, Gas und Strom sind im September im Vorjahresvergleich teils heftig gestiegen. Für leichtes Heizöl mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher rund 76,5 Prozent mehr als vor einem Jahr bezahlen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Erdgas wurde um 5,7 Prozent teurer, Strom um 2,0 Prozent.

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Die großen Unterschiede seien auf auf den unterschiedlichen Zugang zum Energiemarkt zurückzuführen, erläuterte das Bundesamt: "Während Heizöl zu aktuellen Preisen gekauft wird, gelten für Erdgas und Strom oftmals langfristige Verträge mit Energieversorgern. Preisanpassungen finden dort meist nur jährlich und mit einigem Vorlauf statt."

Mit Öl und Gas werden noch viele Wohnungen in Deutschland beheizt - in Neubauten dagegen setzen sich laut Statistik erneuerbare Energieträger mehr und mehr durch. Rund ein Viertel aller Wohnungen in Deutschland wird demnach noch mit Öl beheizt. Bei den Neubauten wurden 2020 nur noch 0,7 Prozent mit einer Ölheizung ausgestattet.

Auch Gasheizungen werden seltener eingebaut: Im Jahr 2000 wurden noch 74 der Neubauten damit ausgestattet, 2010 waren es 53 Prozent, 2020 noch 39 Prozent. Fast die Hälfte aller Neubauten aus dem Jahr 2020 - 46 Prozent - wird dagegen mit einer Wärmepumpe geheizt; insgesamt wurden 2020 erstmals in mehr als der Hälfte (50,5 Prozent) aller neugebauten Wohnungen erneuerbare Energien zum Heizen eingesetzt.

Die Ausgaben eines Durchschnittshaushalts für Wohnenergie, also unter anderem für Strom, Gas und Heizöl, lagen im Jahr 2019 bei monatlich 150 Euro, wie das Statististische Bundesamt weiter mitteilte. Das waren demnach 5,8 Prozent der privaten Konsumausgaben. Den größten Anteil an den Ausgaben für Wohnenergie haben demnach die Ausgaben für Strom. Im Jahr 2019 lagen sie im Schnitt bei 46 Prozent oder rund 70 Euro im Monat.

(A.Stefanowych--DTZ)

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