Deutsche Tageszeitung - Iran-Krieg belastet Reisekonzern Tui - doch die Buchungen ziehen wieder an

Iran-Krieg belastet Reisekonzern Tui - doch die Buchungen ziehen wieder an


Iran-Krieg belastet Reisekonzern Tui - doch die Buchungen ziehen wieder an
Iran-Krieg belastet Reisekonzern Tui - doch die Buchungen ziehen wieder an / Foto: © AFP

Der Reisekonzern Tui hat angesichts eines schwierigen Marktumfelds und geopolitischer Unsicherheiten Einbußen bei Umsatz und Gewinn verbucht, zuletzt aber Anzeichen einer Erholung ausgemacht. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang der Kunden um drei Prozent auf 9,9 Millionen, wie Tui am Mittwoch mitteilte. In den vergangenen vier Wochen gab es demnach aber wieder einen Aufwärtstrend.

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Die Tourismusbranche ist in diesem Jahr mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert - von steigenden Kerosinpreisen infolge des Iran-Kriegs bis hin zu Hitzewellen und Waldbränden in mehreren europäischen Ländern. "2026 ist kein normales Jahr", hob Tui-Chef Sebastian Ebel hervor und verwies auf "Kriege und Geopolitik" sowie auf Konsumzurückhaltung, wirtschaftliche Schwäche und gestiegene Inflation in europäischen Kernmärkten.

Urlaub wollen die Menschen aber trotzdem machen: "Insbesondere die letzten vier Wochen zeigen, dass das Buchungsverhalten wieder anzieht", erklärte Ebel. Nach Unternehmensangaben stieg die Nachfrage in diesem Zeitraum um sieben Prozent. "Die Menschen reisen, treffen ihre Entscheidung aktuell aber kurzfristiger", fasste Ebel zusammen.

Ein wiederaufflammendes Interesse verzeichnete der in Hannover ansässige Konzern zuletzt an Reisezielen im östlichen Mittelmeerraum. Ab September will Tui zudem wieder Reisen nach Dubai in der Golfregion anbieten, auch wenn Ebel damit rechnet, dass die Nachfrage vorerst gering bleiben werde.

Kreuzfahrten hingegen befinden sich laut Herrn Ebel trotz der geopolitischen Turbulenzen weiterhin im Aufwärtstrend, mit nahezu vollbesetzten Schiffen. "Ohne die Belastungen aus dem Iran-Krieg in Höhe von 40 Millionen Euro wäre das Ergebnis im Segment Kreuzfahrten noch besser ausgefallen", erklärte Tui.

Der Umsatz des Konzerns ging im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 5,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank auf 235 Millionen Euro, gegenüber 321 Millionen im Vorjahr. Analysten hatten im Vorfeld mit einem leicht höheren Gewinn gerechnet, weswegen der Aktienkurs des Konzerns am Mittwoch unter Druck geriet. An der Ebit-Prognose für das Gesamtjahr hält Tui indes weiter fest: Erwartet werden zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro, nach 1,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025.

(B.Izyumov--DTZ)

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