Deutsche Tageszeitung - Studie: Risiko einer Immobilienblase wächst weltweit

Studie: Risiko einer Immobilienblase wächst weltweit


Studie: Risiko einer Immobilienblase wächst weltweit
Studie: Risiko einer Immobilienblase wächst weltweit / Foto: ©

Das Risiko einer Immobilienblase wächst weltweit. Frankfurt am Main, Toronto und Hongkong weisen derzeit das höchste Risiko auf, wie die Schweizer Bank UBS am Mittwoch mit Bezug auf eine aktuelle Studie mitteilte. Im Durchschnitt sei das Blasenrisiko in den 25 analysierten Großstädten gestiegen. Auch das potenzielle Ausmaß einer Preiskorrektur sei weiter gewachsen. Hohe Risiken bestehen demnach auch in München und Zürich.

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"Die Coronapandemie hat viele Menschen in ihre eigenen vier Wände zurückgedrängt", erklärte der Vorstand für Immobilienwirtschaft bei der UBS, Claudio Saputelli. "Dies verstärkte die Bedeutung des Wohnraums und führte zu der größeren Bereitschaft, höhere Preise für Wohnimmobilien zu zahlen." Die Finanzierungsbedingungen hätten sich außerdem weiter verbessert und höhere Sparquoten sowie boomende Aktienmärkte zusätzliches Eigenkapital freigesetzt.

Wie UBS weiter erklärte, beschleunigte sich das inflationsbereinigte Preiswachstum bei Wohneigentum von Mitte 2020 bis Mitte 2021 auf durchschnittlich sechs Prozent - die höchste Preissteigerung seit 2014. Die Eigenheimpreise stiegen dabei in allen analysierten Städten, mit vier Ausnahmen: Mailand, Paris, New York und San Francisco. Fünf Städte verzeichneten hingegen sogar ein zweistelliges Preiswachstum: Moskau, Stockholm sowie die Pazifikstädte Sydney, Tokio und Vancouver.

Der Grund für die beständig steigenden Immobilienpreise liegt demnach auch in der Verfügbarkeit günstiger Kredite: Die Zunahme ausstehender Hypotheken habe sich in den vergangenen Jahren fast überall beschleunigt. Eine Verschärfung der Kreditvergabestandards könne den Preisboom deshalb abrupt stoppen, warnten die Experten.

Ein weiterer Faktor, der zu niedrigeren Preisen führen könnte, ist die Corona-Pandemie: Das Leben in der Großstadt hat während der Lockdowns an Attraktivität verloren, die Wirtschaftstätigkeit verlagerte sich teils in Randgebiete oder Satellitenstädte, erklärte UBS. Damit einher ging eine bemerkenswerte Trendumkehr: Von Mitte 2020 bis Mitte 2021 stiegen die Immobilienpreise erstmals seit Beginn der neunziger Jahre in nicht städtischen Gebieten schneller als in Städten.

(W.Budayev--DTZ)

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