Deutsche Tageszeitung - Erdgas-Preis in Europa erreicht historischen Höchststand

Erdgas-Preis in Europa erreicht historischen Höchststand


Erdgas-Preis in Europa erreicht historischen Höchststand
Erdgas-Preis in Europa erreicht historischen Höchststand / Foto: ©

Als Folge des Ukraine-Kriegs hat der Erdgaspreis in Europa einen historischen Höchststand erreicht und erstmals die Marke von 200 Euro pro Megawattstunde geknackt. Am wichtigen niederländischen Handelspunkt TTF wurde die Megawattstunde Erdgas am Freitag für 213,895 Euro gehandelt.

Textgröße ändern:

Russland ist ein wichtiges Herkunftsland für Rohstoffe. Bislang kommen rund 40 Prozent von Europas Erdgas-Importen aus Russland. Der Ukraine-Krieg wirkt sich deshalb auch auf die Energiemärkte aus und heizt Debatten über eine energiepolitische Neuausrichtung an.

Schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine hatte der Gaspreis in den vergangenen Monaten deutlich zugelegt, was auch in Deutschland die Kosten für Verbraucherinnen und Verbraucher und die Inflationsrate in die Höhe getrieben hatte. Ende 2021 lag der Preis beispielsweise bei rund 148 Euro je Megawattstunde. Zum Vergleich: Im langjährigen Mittel bewegte er sich laut Vergleichsportalen zwischen zehn und 25 Euro.

Die russische Armee war auf Befehl von Kreml-Chef Wladimir Putin am Donnerstag vergangener Woche in die Ukraine einmarschiert. Die EU und die USA reagierten mit scharfen Sanktionen gegen Russland.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Söder plant Mini-Atomkraftwerke in Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Abkehr vom Atomausstieg und plant den Bau moderner Mini-Atomkraftwerke im Freistaat. "Es ist Zeit für eine neue Epoche der Kernenergie", sagte Söder der "Bild am Sonntag". Er plädierte für die Nutzung neuartiger modularer Kleinreaktoren und von Kernfusion. Damit stellte sich der CSU-Chef gegen die Linie von Kanzler Friedrich Merz (CDU), der den Atomausstieg jüngst als "irreversibel" bezeichnet hatte.

Ostbeauftragte sieht noch "große Ost-West-Unterschiede" und will Frauen stärken

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), sieht noch immer "große Ost-West-Unterschiede" in Deutschland und hält ihr Amt daher weiterhin für unverzichtbar. "Auf vielen Deutschlandkarten sieht man immer noch die Umrisse der ehemaligen DDR", sagte Kaiser der Nachrichtenagentur AFP. Das betreffe nicht nur die Einkommens- und Vermögensverteilung, sondern auch die Infrastruktur und den Umfang bezogener Sozialleistungen. Gleichwertige Lebensverhältnisse seien aber entscheidend.

Nobelpreisträger Stiglitz: Trump hat "Handgranate auf Weltwirtschaft geworfen"

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat US-Präsident Donald Trump wegen dessen Wirtschafts- und Handelspolitik scharf kritisiert. "Der US-Präsident hat eine Handgranate auf die US-Wirtschaft und die Weltwirtschaft als Ganzes geworfen", sagte Stiglitz dem "Handelsblatt" laut Vorabmeldung vom Samstag. Trump zerstöre dabei "das internationale Recht ebenso wie das amerikanische".

Iranische Behörden: "Normaler" Betrieb auf Öl-Insel Charg trotz US-Angriffen

Trotz der US-Angriffe auf die iranische Öl-Insel Charg läuft der Exportbetrieb dort nach Angaben der regionalen Behörden uneingeschränkt weiter. Die Aktivitäten der Ölfirmen am Export-Terminal Charg "gehen normal weiter", sagte der Vize-Gouverneur der iranischen Provinz Buschehr, Ehsan Dschahanijan, am Samstag der Nachrichtenagentur Irna. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete, auf der Insel habe es keine Schäden an der Öl-Infrastruktur gegeben.

Textgröße ändern: