Deutsche Tageszeitung - Geldvermögen der Deutschen wächst 2022 auf knapp acht Billionen Euro

Geldvermögen der Deutschen wächst 2022 auf knapp acht Billionen Euro


Geldvermögen der Deutschen wächst 2022 auf knapp acht Billionen Euro
Geldvermögen der Deutschen wächst 2022 auf knapp acht Billionen Euro / Foto: © AFP/Archiv

Das Geldvermögen der Deutschen ist auch im vergangenen Jahr gewachsen - auf fast acht Billionen Euro, wie eine Studie der DZ Bank ergab. Allerdings war die Zunahme mit knapp zwei Prozent deutlich geringer als 2021, als das Vermögen noch um achteinhalb Prozent zugelegt hatte. Die Bank führte das auf die Aktienkursverluste nach Beginn des Ukraine-Kriegs zurück. Dafür blieben die Ersparnisse der Haushalte relativ hoch.

Textgröße ändern:

Die zur Seite gelegten Geldsummen fielen zwar niedriger aus als in den Coronajahren 2020 und 2021, aber höher als 2019. "Nur so konnte ein Abschmelzen des Geldvermögens verhindert werden", erläuterte die DZ Bank. Sie schätzt die Sparquote 2022 auf etwa elf Prozent, das wäre etwas höher als 2019.

Bei Aktien und Fonds mussten die Haushalte im vergangenen Jahr teils erhebliche Verluste verkraften, wie es in der Studie weiter heißt. Zur Jahresmitte 2022 hatten Kursverluste sogar zu einem Rückgang des Geldvermögens um 1,8 Prozent auf 7,7 Billionen Euro geführt; die vom Ukraine-Krieg und der Energiekrise hervorgerufenen Kurseinbrüche konnten bis Jahresende nur zum Teil aufgeholt werden.

Die DZ Bank blickt aber optimistisch in die Zukunft: "Mit der voraussichtlich im Frühjahr einsetzenden wirtschaftlichen Erholung und dem Abklingen der energiepreisgetriebenen Inflation hellen sich die Perspektiven 2023 aber wieder auf", hieß es. "Das dürfte sich positiv an den Aktienbörsen niederschlagen und den Vermögenszuwachs unterstützen."

Die Sparneigung werde nicht nachlassen, hinzu kämen die tendenziell weiter steigenden Zinsen. "Das sollte das Geldvermögen 2023 wieder spürbar kräftiger wachsen lassen."

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Frankreich bringt Gesetz zu sexualisierter Gewalt auf den Weg

Sexueller Missbrauch soll in Frankreich künftig konsequenter geahndet werden als bisher. Die französische Nationalversammlung hat am Donnerstag mit der Debatte eines Gesetzentwurfs begonnen, der den Kampf gegen sexualisierte Gewalt stärken soll - von der Vorbeugung bis zur Wiedergutmachung. Auslöser des Gesetzes war der Fall der elf Jahre alten Lyhanna, die im Juni von einem Mann getötet worden war, gegen den mehrere Missbrauchsanzeigen vorlagen, die folgenlos geblieben waren.

Strompreise dürften leicht steigen: Übertragungsnetzentgelte werden 2027 angehoben

Die Strompreise in Deutschland dürften zum Jahreswechsel leicht steigen: Die vier großen Übertragungsnetzbetreiber teilten am Donnerstag mit, dass die durchschnittlichen Übertragungsnetzentgelte voraussichtlich von aktuell 2,86 Cent auf 3,54 Cent im Jahr 2027 angehoben werden. Das Vergleichsportal Verivox rechnet mit nur einer leichten Steigerung der Stromkosten für Verbraucherinnen und Verbraucher von 1,0 Prozent - je nach Wohnort könne sich der Anstieg aber sehr unterschiedlich auf die Stromrechnung auswirken.

Israels Präsident will fünf Passagiere von Flydubai-Flug für "Heldenmut" auszeichnen

Israels Präsident Isaac Herzog will fünf israelische Passagiere für ihren "Heldenmut" auszeichnen, mit dem sie auf dem Flug von Dubai nach Tel Aviv einen mutmaßlichen Anschlag verhindert haben. "Sie haben sich selbst in Gefahr begeben, um andere zu retten, und haben eine furchtbare Katastrophe verhindert", erklärte Herzog am Donnerstag. Mehrere Passagiere der Linie Flydubai hatten verschiedenen Berichten zufolge tags zuvor den Copiloten ihres Flugzeugs überwältigt, der den Piloten angegriffen hatte - mutmaßlich, um die Maschine zum Absturz zu bringen.

Koalition streitet weiter über Pflegereform - Kosten steigen derweil weiter

Nach dem mühsam errungenen Kompromiss zur Pflegereform ist zwischen Union und SPD offener Streit über das weitere Vorgehen entbrannt. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) lehnte es ab, dass sich die geplante Pflege-Kommission mit der SPD-Forderung nach einer Deckelung der Eigenanteile bei den Pflegekosten befasst. Er stieß damit am Donnertag auf Widerspruch beim Koalitionspartner SPD, die sich gegen "Denkverbote" des Ministers wandte.

Textgröße ändern: