Deutsche Tageszeitung - Prozess um Tod von viermonatigem Baby auf Nordseeinsel Sylt begonnen

Prozess um Tod von viermonatigem Baby auf Nordseeinsel Sylt begonnen


Prozess um Tod von viermonatigem Baby auf Nordseeinsel Sylt begonnen
Prozess um Tod von viermonatigem Baby auf Nordseeinsel Sylt begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Mehr als sechs Jahre nach dem Tod eines viermonatigen Babys auf Sylt muss sich der heute 52-jährige Vater wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Vor dem Landgericht im schleswig-holsteinischen Flensburg begann am Dienstag der Prozess gegen den polnischen Staatsbürger, der seinen Sohn laut Anklage geschüttelt haben soll. Zum Auftakt wurde einem Gerichtssprecher zufolge unter anderem die Mutter des verstorbenen Kinds als Zeugin gehört.

Textgröße ändern:

Die Tat hatte sich laut Anklage Anfang September 2016 auf der Nordseeinsel ereignet. Nach früheren Berichten war das Baby zunächst vom Rettungsdienst bei seinem Eltern abgeholt und in ein Krankenhaus gebracht worden, wo es später starb. Danach ergaben Untersuchungen den Verdacht auf Gewalteinwirkung, der Vater des Jungen geriet unter dringenden Tatverdacht.

Der Mann befand sich nach Gerichtsangaben zunächst jedoch auf freiem Fuß und hielt sich in Polen auf, weil keine Haftgründe gesehen wurden. Erst im Sommer vergangenen Jahres änderte sich dies, weil Ladungen des Gerichts den Angeklagten an seiner Anschrift in dem Nachbarland nicht mehr erreichten. Das Gericht ging von Fluchtgefahr aus und ließ ihn in Untersuchungshaft nehmen. Anschließend wurde er von Polen nach Deutschland überstellt.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Vereinigung Cockpit will Lufthansa Donnerstag und Freitag bestreiken

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat angekündigt, die Lufthansa am Donnerstag und Freitag zu bestreiken. Dies teilte der Berufsverband des Cockpitpersonals in Deutschland am Dienstagabend in Frankfurt am Main mit. Die Eurowings GmbH werde nur am Donnerstag bestreikt. Für Mittwoch und Donnerstag hatte bereits die Gewerkschaft Unabhängiger Flugbegleiter Organisation (UFO) zu einem Streik bei der Lufthansa aufgerufen.

Märkte rechnen mit Kriegsende in Nahost - Ölpreis sinkt

Die Aktienmärkte weltweit rechnen offenbar mit einem baldigen Ende des Krieges in Nahost. Die Kurse waren am Dienstag vielerorts im Aufwind und der Ölpreis gab deutlich nach. "Der Markt ist ein zukunftsorientierter Mechanismus, und derzeit preist er ein, dass der Krieg vorbei ist", erklärte Adam Sarhan, Analyst bei 50 Park Investments.

Konkurrenz für Starlink: Amazon kündigt Kauf von Globalstar an

Der US-Konzern Amazon hat den Kauf des US-Satellitenbetreibers Globalstar angekündigt. Amazon habe ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet und werde den Aktionären von Globalstar ein Angebot von 90 Dollar pro Anteilsschein machen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Globalstar hat Medienberichten zufolge einen Marktwert von rund neun Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro).

Selenskyj verspricht Reparatur von Druschba-Pipeline bis "Ende April"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Reparatur der für Ungarn wichtigen Druschba-Ölpipeline bis "Ende April" zugesagt. Bis dahin werde die Leitung so weit instandgesetzt, dass sie wieder funktioniere, sagte Selenskyj am Dienstag bei den deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin. Nach dem Wahlsieg der Opposition in Ungarn zeigte sich Selenskyj zuversichtlich, dass die neue Regierung in Budapest im Gegenzug den Widerstand gegen die Freigabe eines 90 Milliarden Euro schweren EU-Darlehens aufgibt.

Textgröße ändern: