Deutsche Tageszeitung - Inflationsrate in den USA fällt im Dezember auf 6,5 Prozent

Inflationsrate in den USA fällt im Dezember auf 6,5 Prozent


Inflationsrate in den USA fällt im Dezember auf 6,5 Prozent
Inflationsrate in den USA fällt im Dezember auf 6,5 Prozent / Foto: © AFP/Archiv

Die Inflation in den USA ist im Dezember weiter zurückgegangen und auf den niedrigsten Stand des Jahres 2022 gesunken. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 6,5 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Grund waren vor allem niedrigere Treibstoffpreise.

Textgröße ändern:

Die 6,5 Prozent im Dezember sind der niedrigste Wert seit Oktober 2021. Im Vergleich zum Vormonat November stiegen die Preise um 0,1 Prozent.

Die neuen Inflationszahlen sind gute Nachrichten für die US-Notenbank Fed. Im Kampf gegen die hartnäckig hohe Inflation hatte die Fed den Leitzins im vergangenen Jahr mehrfach angehoben - zuletzt im Dezember um 0,5 Prozentpunkte auf eine Spanne zwischen 4,25 und 4,5 Prozent. Damit drosselte sie das Ausmaß ihrer Zinserhöhungen etwas, in den Monaten davor hatte sie die Zinsen vier Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte angehoben.

Die Inflation liegt nach wie vor weit über der Zielmarke von zwei Prozent. Es gibt aber Warnungen, dass ein zu hartes Vorgehen im Kampf gegen die Inflation die US-Konjunktur abwürgen könnte.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Iran-Krieg: US-Inflation springt im März auf 3,3 Prozent

Im Iran-Krieg ist die Inflation in den USA sprunghaft gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im März um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Das waren 0,9 Prozentpunkte mehr als im Februar. Hauptgrund sind die durch den Krieg massiv erhöhten Öl- und Gaspreise.

Reiche für Direktzahlung zur Unterstützung von Pendlern in der Spritpreiskrise

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält direkte Finanzhilfen für Pendlerinnen und Pendler zur Entlastung von den stark gestiegenen Kraftstoffpreisen für möglich. Der frühere Finanzminister Jörg Kukies (SPD) habe es geschafft, einen Direktzahlungsmechanismus über eine App einzurichten, dort seien rund 14 Millionen Kontodaten von Bürgerinnen und Bürgern hinterlegt. "Diesen Mechanismus kann man sehr wohl nutzen, um Pendler, die ganz besonders lange Strecken zu fahren haben, direkt zu entlasten und Geld zuzuweisen", sagte Reiche am Freitag den Sendern RTL und ntv.

"Arbeitsgespräch" bei Klingbeil: "Wertvoller Input" für Koalitionsausschuss

Beim Treffen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) mit Vertreterinnen und Vertretern von Gewerkschaften und Unternehmensverbänden sind laut einer Ministeriumssprecherin Maßnahmen in der aktuellen Energiepreiskrise erörtert worden. Außerdem ging es um die generelle Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland, wie die Sprecherin am Freitag mitteilte. Über die Inhalte des Gesprächs sei Vertraulichkeit vereinbart worden. Der Finanzminister werde die diskutierten Punkte als "wertvollen Input" mit in die weiteren Gespräche innerhalb der Bundesregierung nehmen.

Stefano Gabbana tritt als Unternehmenschef zurück - behält aber "kreative Rolle"

Führungswechsel beim italienischen Modehaus Dolce & Gabbana: Der 63-jährige Mitgründer Stefano Gabbana ist als Chef des Unternehmens zurückgetreten, behält aber seine "kreative Rolle", wie das Unternehmen Freitag mitteilte. Neuer Präsident des Modehauses wird der bisherige Geschäftsführer Alfonso Dolce, Bruder des Mitgründers Domenico Dolce.

Textgröße ändern: