Deutsche Tageszeitung - "Trump gewinnt groß": Bloßer Name bringt chinesischer Firma sattes Börsenplus

"Trump gewinnt groß": Bloßer Name bringt chinesischer Firma sattes Börsenplus


"Trump gewinnt groß": Bloßer Name bringt chinesischer Firma sattes Börsenplus
"Trump gewinnt groß": Bloßer Name bringt chinesischer Firma sattes Börsenplus / Foto: © AFP

Nach dem versuchten Mordanschlag auf den früheren US-Präsidenten Donald Trump hat eine chinesische Technologiefirma an der Börse brilliert - und zwar nur wegen ihres Namens. Die Aktien des Softwareherstellers Wisesoft legten am Montag an der Börse in Shenzhen um das Tagesmaximum von zehn Prozent zu. Der Firmenname auf Mandarin lautet Chuan Da Zhi Sheng, was ausgesprochen so ähnlich klingt wie die chinesische Übersetzung des Satzes "Trump gewinnt groß".

Textgröße ändern:

Trump hatte am Samstag (Ortszeit) um Haaresbreite einen Anschlag bei einer Wahlkampfkundgebung im Bundesstaat Pennsylvania überlebt. Der Ex-Präsident wurde angeschossen und dabei leicht am Ohr verletzt. Danach begannen Spekulationen, welche Folgen die Tat für den Wahlkampf und den Ausgang der Präsidentenwahl im Herbst haben könnte. Trump soll diese Woche bei einem Parteitag der Republikaner offiziell als Kandidat für die Präsidentschaftswahl nominiert werden.

In China sind Börsenspekulationen, die mit aktuellen Ereignissen verbunden sind, weit verbreitet. Das führt nicht selten zu Kurssprüngen in alle Richtungen, die nichts mit den Zahlen und der Leistung des jeweiligen Unternehmens zu tun haben.

Wisesoft profitierte davon schon mehrmals: So stiegen die Aktienwerte der Softwarefirma bereits nach dem für US-Präsident Joe Biden unglücklich gelaufenen TV-Duell gegen Trump im vergangenen Monat. Auch 2016, als Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, gab es einen Kurssprung.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Merz verteidigt Reformkurs: "Wir holen nach, was wir längst hätten machen müssen"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die geplanten Sozialreformen verteidigt und dabei insbesondere junge Menschen in den Blick genommen. "Wir holen jetzt nach, was wir längst hätten machen müssen", sagte Merz am Donnerstag in Berlin. "Und die Sozialdemokraten gehen mit uns diesen Weg."

Drohender Streik: Micron-Beschäftigte in Taiwan lehnen Bonus von 68 Monatsgehältern ab

Angesichts eines drohenden Streiks hat der US-Chiphersteller Micron Technology seinen Beschäftigten in Taiwan eine Bonuszahlung von 68 Monatsgehältern angeboten - der Belegschaft ist das aber nicht genug. Hunderte Beschäftigte folgten am Donnerstag einem Aufruf der Gewerkschaften und versammelten sich zu einer Protestkundgebung am Micron-Werk in Taoyuan.

Glücksspiel im Internet: BGH prüft Rückforderung von verlorenen Einsätzen

Die Frage, ob Spieler verlorene Einsätze von möglicherweise verbotenen Glücksspielen im Internet zurückbekommen, wird nun grundsätzlich vom Bundesgerichtshof (BGH) geklärt. Am Donnerstag verhandelte er in Karlsruhe über einen Fall, den er zum Leitentscheidungsverfahren erklärte. Andere Gerichte können sich später an dem Urteil orientieren - noch fiel aber keine Entscheidung. (Az.I ZR 216/25 und I ZR 78/25)

KI-Aufholjagd: Europa macht bei industriellen Anwendungen Boden gut

Bei Künstlicher Intelligenz (KI) droht Europa bei großen Sprachmodellen wie ChatGPT und Co. den Anschluss zu verlieren – bei industrieller KI gibt es laut einer Studie jedoch eine Aufholjagd: Die Investitionen in KI-Anwendungen, die in der Realwirtschaft zum Einsatz kommen, nähern sich dem US-Niveau, wie das Beratungsunternehmen McKinsey und das Software-Branchennetzwerk Boardwave am Donnerstag mitteilten. Laut Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) haben Deutschland und Europa das Potenzial, "zur führenden Kraft der industriellen KI zu werden".

Textgröße ändern: