Deutsche Tageszeitung - Luftfahrtverband: Airlines rechnen bis 2043 mit Verdopplung der Passagierzahlen

Luftfahrtverband: Airlines rechnen bis 2043 mit Verdopplung der Passagierzahlen


Luftfahrtverband: Airlines rechnen bis 2043 mit Verdopplung der Passagierzahlen
Luftfahrtverband: Airlines rechnen bis 2043 mit Verdopplung der Passagierzahlen / Foto: © AFP/Archiv

Die internationalen Airlines rechnen in den kommenden rund zwei Jahrzehnten mit einer Verdopplung der Passagierzahlen. Nachdem im vergangenen Jahr 4,3 Milliarden Flugreisende gezählt wurden, wird bis 2043 mit einer Verdopplung auf 8,6 Milliarden gerechnet, wie der Internationale Luftfahrtverband Iata am Donnerstag mitteilte. Anfang Juni hatte der Verband für dieses Jahr bereits knapp fünf Milliarden Fluggäste prognostiziert.

Textgröße ändern:

Das wäre ein neuer Rekord - der bisherige Höchstwert stammt aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 mit 4,54 Milliarden. Von nun an erwartet der Verband jährliche Wachstumsraten von im Schnitt 3,6 Prozent. Der Zuwachs dürfte aber je nach Weltregion sehr unterschiedlich ausfallen und besonders vom Asien-Pazifik-Raum angetrieben werden.

So erwartet der Verband unter anderem aus Indien einen jährlichen Anstieg um 6,9 Prozent, aus Thailand und Vietnam 6,4 Prozent und aus China 5,8 Prozent. Das Wachstum gesättigterer Märkte wie Nordamerika (1,7 Prozent) und Europa (2,0 Prozent) dürfte hingegen unter dem Durchschnitt bleiben.

Die Prognosen sind mit einer Reihe von Unsicherheiten behaftet, dazu gehört die wirtschaftliche Entwicklung der Länder. Gleichwohl dürfte die Prognose zur weltweit wachsenden Zahl der Fluggäste das Ziel der Klimaneutralität des Sektors bis 2050 deutlich erschweren.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Glücksspiel im Internet: BGH prüft Rückforderung von verlorenen Einsätzen

Die Frage, ob Spieler verlorene Einsätze von möglicherweise verbotenen Glücksspielen im Internet zurückbekommen, wird nun grundsätzlich vom Bundesgerichtshof (BGH) geklärt. Am Donnerstag verhandelte er in Karlsruhe über einen Fall, den er zum Leitentscheidungsverfahren erklärte. Andere Gerichte können sich später an dem Urteil orientieren - noch fiel aber keine Entscheidung. (Az.I ZR 216/25 und I ZR 78/25)

KI-Aufholjagd: Europa macht bei industriellen Anwendungen Boden gut

Bei Künstlicher Intelligenz (KI) droht Europa bei großen Sprachmodellen wie ChatGPT und Co. den Anschluss zu verlieren – bei industrieller KI gibt es laut einer Studie jedoch eine Aufholjagd: Die Investitionen in KI-Anwendungen, die in der Realwirtschaft zum Einsatz kommen, nähern sich dem US-Niveau, wie das Beratungsunternehmen McKinsey und das Software-Branchennetzwerk Boardwave am Donnerstag mitteilten. Laut Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) haben Deutschland und Europa das Potenzial, "zur führenden Kraft der industriellen KI zu werden".

US-Kongress will Haushalte vor steigenden Stromkosten durch Rechenzentren schützen

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf zum Schutz von Privatleuten vor steigenden Stromkosten durch Rechenzentren verabschiedet. Für den parteiübergreifenden Entwurf stimmten am Mittwoch (Ortszeit) in Washington 417 Abgeordnete - nur drei votierten dagegen. Das Gesetz schreibt Kontrollen durch die Aufsichtsbehörden vor, um sicherzustellen, dass die Betreiber von Rechenzentren die zusätzlichen Kosten für den immensen Strombedarf sowie die dafür erforderliche Infrastruktur tragen.

Ukrainische Regierung plant 2027 Rekordausgaben für Verteidigung

Wegen steigender Militärausgaben im Ukraine-Krieg plant die Regierung in Kiew im Haushalt 2027 Rekordausgaben für die Verteidigung. Zwei Drittel des Haushaltes sind für diesen Bereich vorgesehen, wie aus Regierungsdokumenten hervorgeht, welche die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag einsehen konnte. 4,9 Billionen Hrywnja (etwa 95 Milliarden Euro) sind laut Finanzministerium für Verteidigung und Sicherheit eingeplant - so viel wie noch nie seit Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine im Februar 2022.

Textgröße ändern: