Deutsche Tageszeitung - EU-Strafzölle auf E-Autos: Peking sieht nach Gesprächen noch "große Differenzen"

EU-Strafzölle auf E-Autos: Peking sieht nach Gesprächen noch "große Differenzen"


EU-Strafzölle auf E-Autos: Peking sieht nach Gesprächen noch "große Differenzen"
EU-Strafzölle auf E-Autos: Peking sieht nach Gesprächen noch "große Differenzen" / Foto: © AFP/Archiv

Gespräche zwischen der EU und China wegen der von Brüssel verhängten Strafzölle auf chinesische Elektroautos sind nach Angaben aus Peking ohne Ergebnis zu Ende gegangen. "Es gibt noch große Differenzen zwischen den beiden Seiten", erklärte das chinesische Handelsministerium am Samstag. "Bisher haben die Konsultationen noch keine Lösung gefunden, die für beide Seiten akzeptabel ist", hieß es weiter.

Textgröße ändern:

Das Ministerium sprach von "wichtigen Fortschritten in einigen Bereichen" und gab an, die EU-Unterhändler zu weiteren Gesprächen nach China eingeladen zu haben. "Es ist zu hoffen, dass die EU China auf halbem Wege entgegenkommt, so bald wie möglich nach China kommt und die Konsultationen mit einer konstruktiven Haltung beschleunigt." Vertreter Pekings und Brüssels haben seit dem 20. September acht Verhandlungsrunden geführt.

Die EU hatte kürzlich höhere Zölle von bis zu 35,5 Prozent auf in China produzierte Elektroautos angekündigt. Peking reagierte entrüstet und drohte mit einem Handelskrieg. Kurz darauf kündigte China höhere Abgaben auf Weinbrand aus der EU an. Beide Seiten begründen ihr Vorgehen mit unfairen Wettbewerbsbedingungen.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Industrie mit leichtem Plus beim Auftragseingang - Autobranche legt zu

Die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe haben im Februar etwas mehr Aufträge erhalten. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Januar saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Im Januar hatten die Unternehmen noch ein Minus von 11,1 Prozent bei den Aufträgen verzeichnet. Die "positive Entwicklung" im Februar führte das Bundesamt vor allem auf einen Anstieg von 3,8 Prozent in der Automobilindustrie zurück.

Airline-Verband: Erholung der Treibstoffversorgung und -preise wird Monate dauern

Der internationale Airline-Verband Iata geht davon aus, dass sich die Versorgungslage mit Flugzeugtreibstoff infolge der Waffenruhe in Nahost nur langsam entspannen wird. Es sei schwer zu sagen, wie lange es dauern werde, bis sich die Treibstoffversorgung wieder normalisiere, sagte Iata-Chef Willie Walsh am Mittwoch in Singapur. Aber schnell werde es nicht gehen: "Angesichts der Beeinträchtigungen der Raffineriekapazitäten im Nahen Osten wird es noch Monate dauern, bis die Versorgung wieder das erforderliche Niveau erreicht."

Fahrgastaufkommen in Bussen und Bahnen 2025 stabil

Die Zahl der Fahrgäste in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs in Deutschland ist im vergangenen Jahr nicht wesentlich angestiegen. Die Zahl der beförderten Fahrgäste lag bei 11,5 Milliarden, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr waren es 11,4 Milliarden.

Erleicherung an den Märkten nach Waffenruhe-Einigung von USA und Iran

Nach der verkündeten Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg herrscht Erleicherung an den Aktien- und Rohstoffmärkten. Die Ölpreise rauschten am Mittwoch nach unten, während weltweit die Aktienkurse stiegen. Der Dax legte zum Handelsbeginn kurzzeitig um fast fünf Prozent auf über 24.000 Punkte zu und pendelte sich anschließend knapp darunter ein. Der Ölpreis sackte im zweistelligen Prozentbereich ab.

Textgröße ändern: