Deutsche Tageszeitung - Sinkender Börsenwert: Chef von Ozempic-Hersteller Novo Nordisk tritt ab

Sinkender Börsenwert: Chef von Ozempic-Hersteller Novo Nordisk tritt ab


Sinkender Börsenwert: Chef von Ozempic-Hersteller Novo Nordisk tritt ab
Sinkender Börsenwert: Chef von Ozempic-Hersteller Novo Nordisk tritt ab / Foto: © Ritzau Scanpix/AFP/Archiv

Angesichts eines stark gesunkenen Börsenwerts tritt der Chef des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk, Lars Fruergaard Jörgensen, zurück. Die Entscheidung sei in beiderseitigem Einvernehmen mit dem Verwaltungsrat gefallen, teilte Novo Nordisk am Freitag mit. Gründe seien die "jüngsten Herausforderungen" für das Unternehmen und "die Entwicklung des Aktienkurses seit Mitte 2024". Der Wert der Aktie ist seitdem um mehr als die Hälfte gefallen.

Textgröße ändern:

Novo Nordisk war mit Jörgensen an der Spitze zum zeitweise wertvollsten Unternehmen Europas aufgestiegen - dank der Abnehmspritzen Ozempic und Wegovy. In seinen acht Jahren an der Spitze des Unternehmen habe Jörgensen "Umsatz, Gewinn und Aktienkurs" fast verdreifacht, erklärte das Unternehmen.

Der Wettbewerber Eli Lilly steht allerdings kurz vor dem Marktstart einer Abnehmpille, die günstiger sein soll und deutlich einfacher anzuwenden ist. Vor den Osterfeiertagen hatte das US-Unternehmen bekanntgegeben, es habe seine Pille zur Behandlung von Diabetes Typ 2 - Orforglipron - erfolgreich getestet; der Wirkstoff kann auch als Unterstützung zum Abnehmen eingesetzt werden.

Novo Nordisk sucht nun einen Nachfolger für Jörgensen, wie das Unternehmen mitteilte. Für eine Übergangsperiode werde der 58-jährige auch weiterhin die Geschäfte leiten, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. An der Börse von Kopenhagen fiel der Kurs von Novo Nordisk um drei Prozent.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Tödlicher Schusswaffenangriff bei Paris: Verdächtiger bestreitet rassistisches Motiv

Nach dem tödlichen Schusswaffenangriff in zwei Pariser Vorstädten hat der mutmaßliche Täter ein rassistisches Motiv bestritten. Der 39-jährige Kevin T. bestreite nicht die Tat selbst, wohl aber deren rassistischen Charakter, sagte der französische Anti-Terror-Staatsanwalt Olivier Christen am Montag. Nach einer vorübergehenden Einweisung in die Psychiatrie wurde der Verdächtige erneut in Polizeigewahrsam genommen.

Microsoft bietet jedem vierten Mitarbeiter eine Abfindung an

Der Microsoft-Konzern hat 60.000 Mitarbeitern Abfindungen angeboten - gut einem Viertel der weltweiten Belegschaft. Berechtigt seien Beschäftigte in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien, erklärte Personalchefin Amy Coleman am Montag. Es ist bereits das zweite Abfindungsprogramm bei Microsoft in diesem Jahr.

Trotz Fangverboten: Deutsche Ostseefischer dürfen 2027 weiter Hering fischen

Trotz weitreichender Fangverbote dürfen deutsche Ostseefischer im kommenden Jahr weiter geringe Mengen Hering fischen. Die EU-Agrarminister einigten sich am Montag in Luxemburg darauf, die bisherige Ausnahme für kleine Küstenfischer beizubehalten. Die Fischbestände sind seit Jahren stark bedroht, insbesondere im für Deutschland relevanten westlichen Teil der Ostsee schränkt die EU die Fischerei deshalb ein.

"Peinlich" und "Skandal": Kritik an Auftritt von Audi-Chef in den USA reißt nicht ab

Der Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner an der Seite von US-Präsident Donald Trump schlägt weiter hohe Wellen: Arbeitnehmervertreterinnen sowie und Politik übten am Montag scharfe Kritik. IG-Metall-Chefin Christiane Benner bezeichnete den Auftritt als "politisch inakzeptabel". Döllner habe "eklatant" die eigenen Unternehmensregeln verletzt, die ausdrücklich politische Neutralität im Vorfeld von Wahlen verordneten. Das Unternehmen hingegen wies eine parteipolitische Positionierung von sich.

Textgröße ändern: