Deutsche Tageszeitung - Verband: Altkleidersammlung in Deutschland mit massiven Problemen

Verband: Altkleidersammlung in Deutschland mit massiven Problemen


Verband: Altkleidersammlung in Deutschland mit massiven Problemen
Verband: Altkleidersammlung in Deutschland mit massiven Problemen / Foto: © AFP

Die Altkleidersammlung in Deutschland ist nach Angaben der Gemeinschaft für textile Zukunft (GftZ) "akut bedroht". Wie der Verband in Osnabrück am Montag mitteilte, ist die "flächendeckende Sammlung" in vielen Regionen "bereits nicht mehr gewährleistet". Gründe dafür sind unter anderem hohe Kosten und eine schlechtere Qualität der gesammelten Kleidung. Das hänge auch mit einer neuen EU-Richtlinie zusammen.

Textgröße ändern:

Seit Beginn des Jahres wird laut GftZ vermehrt minderwertige Ware "mit hohem Anteil an Störstoffen" wie etwa Restabfällen, in Altkleidersammlungen gefunden. Die Sammel- und Sortierbetriebe seien überfordert, immer mehr dieser Betriebe im gemeinnützigen und privaten Bereich "sehen sich gezwungen, ihre langfristig etablierten Strukturen aufzugeben".

Seit Januar gilt eine neue EU-Richtlinie, wonach alte Kleidung und andere Textilien nicht mehr im Hausmüll entsorgt werden dürfen. Die Getrenntsammlungspflicht für Textilabfälle in der EU wurde eingeführt, damit mehr Textilien wiederverwendet oder recycelt werden. Allerdings gilt das laut Verbraucherschutzverbänden nicht für verschlissene oder besonders schmutzige Kleidung - sie landet nun offenbar vermehrt in den Sammelcontainern.

Der Verband forderte die Politik auf, sofort mit der Umsetzung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien zu beginnen: Hersteller sollen dazu verpflichtet werden, die Abfallsammlung und -behandlung mitzufinanzieren. Altkleidersammler müssten "endlich angemessen entlohnt werden". Die Öffentlichkeit müsse "intensiver" aufgeklärt werden, um Fehlwürfe und Missbrauch zu verhindern.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Kosten rund ums Auto seit 2020 überdurchschnittlich stark gestiegen

Die Kosten rund um das Auto sind in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark gestiegen. Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Auto, die das Statistische Bundesamt als Kraftfahrer-Preisindex zusammenfasst, stiegen von 2020 bis 2025 um 31,2 Prozent, wie die Statistiker am Montag mitteilten. Der Anstieg der Verbraucherpreise insgesamt lag im selben Zeitraum bei nur 21,9 Prozent.

Bericht: Regierung diskutiert Reduzierung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Die Spitzen von Union und SPD prüfen einem Medienbericht zufolge einschneidende Maßnahmen zur Reduzierung des hohen Krankenstands. Wie "Bild" (Montagsausgabe) unter Berufung auf Koalitionskreise berichtete, speiste die Unionsseite in die Gespräche unter anderem die Idee ein, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu reduzieren. So könnte der bisherige Zeitrahmen von sechs Wochen, in denen der Arbeitgeber den Lohn für einen kranken Arbeitnehmer weiter bezahlt, gekürzt werden.

US-Armee will am Montagnachmittag mit Blockade der Straße von Hormus beginnen

Die US-Armee beginnt eigenen Angaben zufolge am Montagnachmittag mit ihrer Blockade der Straße von Hormus. Ab 16.00 Uhr MESZ werde allen Schiffen die Passage untersagt werden, "die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder von dort auslaufen", erklärte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X.

Irans Marinechef nennt Trumps Blockade-Drohung für Straße von Hormus "lächerlich"

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus zu blockieren, ist vom Chef der iranischen Marine als "lächerlich" zurückgewiesen worden. Schahram Irani sagte am Sonntagabend nach Angaben des Staatsfernsehens: "Die Drohungen des US-Präsidenten, Iran auf See zu blockieren, sind lächerlich und absurd." Die iranische Marine "überwacht und kontrolliert alle Bewegungen der aggressiven US-Armee in der Region".

Textgröße ändern: