Deutsche Tageszeitung - Weniger Reisen und Profit: Fluggesellschaften senken Prognosen für 2025

Weniger Reisen und Profit: Fluggesellschaften senken Prognosen für 2025


Weniger Reisen und Profit: Fluggesellschaften senken Prognosen für 2025
Weniger Reisen und Profit: Fluggesellschaften senken Prognosen für 2025 / Foto: © AFP

Angesichts von Handelskonflikten und einer schwächelnden Weltwirtschaft hat die Luftfahrtbranche ihre Prognosen für den Flugverkehr und Gewinn im laufenden Jahr abgesenkt. Der Internationale Luftfahrtverband (Iata) erklärte bei seiner jährlichen Versammlung am Montag im indischen Neu Delhi, er gehe nun für 2025 von weniger als fünf Milliarden Flugreisen aus. Zuvor hatte der Verband noch 5,22 Milliarden Flugreisen erwartet.

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Nach Iata-Prognosen wird sich der Gewinn der Fluggesellschaften in 2025 zusammengenommen auf 36 Milliarden Dollar (rund 31,5 Milliarden Euro) belaufen - hier setzte der Verband seine Erwartungen um 600 Millionen Dollar herunter. Der Umsatz aus der kommerziellen Luftfahrt wird demnach mit 979 Millarden Dollar voraussichtlich unter der im Dezember vorhergesagten Marke von einer Billion Dollar bleiben.

Zudem erwartet der Dachverband, dass in diesem Jahr 69 Millionen Tonnen Fracht auf dem Luftweg transportiert werden. Bisher hatte Iata mit 72,5 Millionen Tonnen gerechnet.

Die erste Jahreshälfte habe "erhebliche Unsicherheiten auf den globalen Märkten" mit sich gebracht, sagte Iata-Generaldirektor Willie Walsh auf der Versammlung. Dies sei "angesichts des Gegenwinds" ein "starkes Ergebnis", fügte er jedoch hinzu. Walsh forderte vor den Delegierten der Versammlung, dass der Luftfahrtsektor von erhöhten Zöllen ausgenommen werde - nannte allerdings nicht den US-Präsidenten Donald Trump, der Handelspartner der USA im April mit weitreichenden Zöllen belegt hatte.

Vor allem aufgrund des niedrigen Ölpreises dürfte sich die Rentabilität der Fluggesellschaften laut Iata allerdings verbessern. Der Preis der Sorte Brent liegt derzeit unter 65 Dollar pro Barrel. Ingesamt beläuft sich die Treibstoffrechnung der Branche daher im Jahr 2025 auf 236 Milliarden Dollar und liegt damit 25 Milliarden Dollar niedriger als im Vorjahr.

Zu den Risiken für die kommerzielle Luftfahrt zählt der Verband Konflikte wie den Krieg in der Ukraine sowie Spannungen im Handel. "Zölle und anhaltende Handelskriege dämpfen die Nachfrage nach Luftfracht und möglicherweise auch nach Reisen", erklärte die Iata. "Darüber hinaus könnte die Ungewissheit darüber, wie sich die Handelspolitik der Trump-Regierung entwickeln wird, ausschlaggebende Geschäftsentscheidungen bremsen, die die Wirtschaftstätigkeit vorantreiben und damit die Nachfrage nach Luftfracht und Geschäftsreisen."

(O.Zhukova--DTZ)

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