Deutsche Tageszeitung - Münchener Raumfahrt-Startup erhält 150-Millionen-Euro-Finanzspritze aus den USA

Münchener Raumfahrt-Startup erhält 150-Millionen-Euro-Finanzspritze aus den USA


Münchener Raumfahrt-Startup erhält 150-Millionen-Euro-Finanzspritze aus den USA
Münchener Raumfahrt-Startup erhält 150-Millionen-Euro-Finanzspritze aus den USA / Foto: © Isar Aerospace/AFP

Das Münchener Raumfahrt-Startup Isar Aerospace erhält eine Finanzspritze in Höhe von 150 Millionen Euro aus den USA. Der US-Fonds Eldridge Industries investiere diese Summe in Form einer Wandelanleihe, erklärte das Startup am Mittwoch. Die Vereinbarung mit dem US-Investor "bestätigt das starke Vertrauen der globalen Märkte in unsere Bemühungen, einen neuen führenden Anbieter im Raumfahrtsektor aufzubauen", erklärte Unternehmensgründer Daniel Metzler.

Textgröße ändern:

Isar Aerospace baut und entwickelt Trägerraketen für den Transport von Satelliten in die Erdumlaufbahn. Das Unternehmen hatte im März einen ersten Startversuch unternommen. Die Rakete war wenige Sekunden nach dem Start vom norwegischen Stützpunkt Andöya abgestürzt. Metzler sprach dennoch von einem "großen Erfolg".

"Wir bedienen die weltweit steigende Nachfrage nach Satellitenstarts und bieten Märkten und Regierungen einen unabhängigen und flexiblen Zugang zum Weltraum", erklärte der Gründer und Chef von Isar Aerospace nun. Die Auftragsbücher seien bis Ende 2026 voll, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Das Startup wurde 2018 gegründet und hat seitdem mehr als 400 Millionen Euro an Investitionen gesammelt. Es gehört zu einer Reihe europäischer Unternehmen, die den US-Branchenriesen SpaceX von Elon Musk und Blue Origin von Jeff Bezos Konkurrenz machen wollen. Weitere Akteure auf dem hart umkämpften Markt sind wie die deutschen Firmen HyImpulse und Rocket Factory Augsburg, die französischen MaiaSpace und Latitude oder das spanische PLD Space.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

EU-Agrarminister beraten über Fördergelder und Ostseefischerei

Die EU-Agrarminister verhandeln ab Montag (ab 10.00 Uhr) in Luxemburg über Fördergelder an Landwirte und die Fischereiquoten für die Ostsee. Sie wollen eine gemeinsame Linie festlegen, wie ab 2028 die europäischen Agrargelder verteilt werden. Die Höhe der Gelder hängt allerdings von den laufenden Verhandlungen über den EU-Haushalt ab.

Wie Streiks die volle Lohnfortzahlung verteidigten

Ein Rückblick zeichnet den Kampf um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von einem 114-tägigen Streik 1956 bis zu den Arbeitsniederlegungen gegen Kürzungen im Jahr 1996 nach.

Herbststürme: Stromausfälle und Flugausfälle in einigen Ländern Europas

Zwei Stürme kurz hintereinander haben in Deutschland und anderen Teilen Europas zu Stromausfällen in mehr als 150.000 Haushalten und zur Streichung hunderter Flüge geführt. Von den Stromausfällen am Sonntag waren nicht nur gut 140.000 Haushalte in Großbritannien und Frankreich, sondern auch etwa 10.000 weitere rund um Freiburg im Breisgau betroffen. Hunderte Flüge, unter anderem am Airport Amsterdam Schiphol, einem der meistgenutzten Flughäfen Europas, fielen aus.

Israels Zentralbank kritisiert Netanjahus Aussagen zu "alternativer Wirtschaft"

In einem seltenen Schritt hat die israelische Zentralbank Aussagen von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kritisiert, wonach das Land mithilfe von Kryptowährungen eine "alternative Wirtschaft" zur Umgehung von Sanktionen aufbauen sollte. "Kryptowährungen können nicht dafür genutzt werden, Sanktionen gegen Israel zu umgehen", erklärte die Zentralbank am späten Samstagabend. Stattdessen sollte die Wirtschaft ihre Beziehungen zu ihren Handelspartnern bewahren und sich darauf konzentrieren, Sanktionen zu verhindern.

Textgröße ändern: