Deutsche Tageszeitung - Umfrage: Mehrheit der Deutschen benutzt zumindest gelegentlich Festnetztelefon

Umfrage: Mehrheit der Deutschen benutzt zumindest gelegentlich Festnetztelefon


Umfrage: Mehrheit der Deutschen benutzt zumindest gelegentlich Festnetztelefon
Umfrage: Mehrheit der Deutschen benutzt zumindest gelegentlich Festnetztelefon / Foto: © AFP

Die Menschen in Deutschland bevorzugen zwar das Handy zum Telefonieren, doch das Festnetztelefon bleibt laut einer Befragung wichtig. Rund 71 Prozent geben an, das Festnetztelefon zumindest gelegentlich zu nutzen, wie das Vergleichsportal Verivox am Mittwoch mitteilte. Landbewohnerinnen und -bewohner wählen das Festnetz demnach häufiger als Städter. Es gebe "insbesondere im ländlichen Raum weiterhin Regionen, in denen nicht stabil mit dem Handy telefoniert werden kann", erklärte Verivox-Experte Jörg Schamberg.

Textgröße ändern:

62 Prozent der Menschen in Deutschland sprechen privat überwiegend über das Handy - ein deutlicher Anstieg, denn im Jahr 2024 gaben dies nur 51 Prozent an, wie das Portal weiter mitteilte. Den klassischen Mobilfunk nutzen 48 Prozent für ihre Telefonate, während fast 15 Prozent Dienste wie Whatsapp oder Facetime bevorzugen.

Hauptsächlich über das Festnetz telefonieren den Verivox-Daten zufolge nur 19 Prozent der Deutschen. Deutlich mehr als im bundesdeutschen Schnitt sind es in der Altersgruppe von 70 bis 79 Jahren: Bei den Seniorinnen und Senioren nutzen 42 Prozent für ihre Gespräche überwiegend das klassische Festnetz.

"Im Vergleich zu 2023 und 2024 zeigt sich: Die grundsätzliche Nutzung des Festnetzes bleibt auf einem stabilen Niveau", erklärte Verivox weiter. Ohne große Veränderungen bleibt auch die Anzahl derjenigen, die keinen Festnetzanschluss nutzen, entweder weil sie keinen mehr haben oder nicht darüber telefonieren: 2025 waren es wie im Vorjahr 29 Prozent, im Jahr 2023 30 Prozent.

Die Umfrage ist nach Verivox-Angaben bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit. Demnach befragte das Meinungsforschungsinstitut Innofact im Auftrag des Vergleichsportals im Juli 2025 insgesamt 1016 Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren. Die Fragen wurden demnach im Vorjahr gleichlautend 1001 Menschen derselben Altersgruppen gestellt.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Umstrittene deutsch-russische Atom-Zusammenarbeit genehmigt - unter Auflagen

In der Atomfabrik im niedersächsischen Lingen können künftig in Zusammenarbeit mit dem russischen Atomkonzern Rosatom Brennelemente russischer Bauart hergestellt werden. Das niedersächsische Umweltministerium erteilte für das umstrittene Vorhaben am Mittwoch trotz ablehnender Haltung von Ressortchef Christian Meyer (Grüne) im Auftrag der Bundesregierung die erforderliche Genehmigung. Allerdings gab es Auflagen hinsichtlich der Einbeziehung von Rosatom.

Spritpreise klettern weiter - Diesel verteuert sich um fast zehn Cent je Liter

Bei den Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen hat sich der deutliche Aufwärtstrend nach dem Auslaufen des staatlichen Tankrabatts weiter fortgesetzt. Wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte, verteuerte sich vor allem Diesel im Vergleich zur Vorwoche stark und legte um fast zehn Cent pro Liter zu. Ungeachtet dessen plant die Bundesregierung nach Angaben von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) derzeit keine neuen Maßnahmen wegen der hohen Spritpreise.

Neue Startup-Strategie der Regierung legt Fokus auf Militär-Technolgie

Die neue Startup-Strategie soll unter anderem bessere Wachstumsbedingungen für junge Unternehmen im Militärbereich bringen. Geplant ist unter anderem ein Finanzierungsinstrument, mit dem sich der Bund direkt an derartigen Startups beteiligen kann, wie aus der am Mittwoch vorgelegten Strategie von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hervorgeht. Zudem sollen insgesamt der Fokus nicht mehr nur auf Startups, sondern auch auf dem Wachstum etablierter, junger Unternehmen, sogenannter Scaleups, liegen.

Berlin schreibt nun Vermietende bei zu hohen Angebotsmieten an

Das Land Berlin schreibt nun Briefe an Vermietende, wenn sie ihre Wohnungen mit einer zu hohen Miete angeboten haben. Im Juni seien mit einer automatisierten Analyse von Wohnungsportalen erstmalig 2102 öffentlich zugängliche Inserate festgestellt worden, bei denen "ein Verdacht auf Verstoß gegen die Mietenbegrenzungsregelungen" bestehe, teilte die Senatsverwaltung für Wohnen am Mittwoch mit. Die Vermietenden bekommen nun Post.

Textgröße ändern: