Deutsche Tageszeitung - Rollatoren im Test: Schlechte Noten für günstige Kassenmodelle

Rollatoren im Test: Schlechte Noten für günstige Kassenmodelle


Rollatoren im Test: Schlechte Noten für günstige Kassenmodelle
Rollatoren im Test: Schlechte Noten für günstige Kassenmodelle / Foto: © AFP/Archiv

Bei Rollatoren gibt es laut Stiftung Warentest erhebliche Qualitätsunterschiede - die üblicherweise von der Krankenkasse finanzierten Standardmodelle erhielten im Test schlechte Noten. Sie sind aus Stahl und daher sehr schwer, wie die Stiftung Warentest am Dienstag mitteilte. Sie "erfordern mehr Kraft und vibrieren stark auf holprigen Strecken." Auf dem ersten Platz im Test landete das teuerste Modell aus Carbon, es kostet aber mehr als 550 Euro.

Textgröße ändern:

Die Tester nahmen acht Leichtgewichtrollatoren aus Aluminium oder Carbon zu Preisen von 160 bis 556 Euro sowie drei günstige Standardmodelle aus Stahl für unter 100 Euro unter die Lupe. "Die Leichtgewichtmodelle überzeugten fast alle mit guten Fahreigenschaften, auch auf unebenen Wegen", erklärte Stiftung Warentest. Der Testsieger Topro Pegasus habe bei allen Prüfungen - der Nutzung in der Wohnung, der Nutzung im Freien, der Handhabung und bei Sicherheit und Stabilität - überzeugt. Preistipp der Tester ist der Trendmobil Omni für rund 200 Euro mit dem Testurteil gut.

Bei zwei Modellen fanden die Tester krebserregende Schadstoffe in den Griffen. Das sei problematisch. Zwar bestehe keine akute Gesundheitsgefahr, doch längerer Hautkontakt berge gesundheitliche Risiken.

Einen Rollator über die Krankenkassen muss der Hausarzt verschreiben. Die Kasse entscheidet, welches Modell sie bewilligt; es ist meist ein günstiger Standardrollator. Ein Leichtgewichtmodell bezuschusst die Kasse laut Stiftung Warentest nur, wenn die medizinische Notwendigkeit im Rezept detailliert vermerkt ist, etwa bei einem sehr instabilen Gang oder bei Muskel- oder Gelenkerkrankungen.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Tausende in der Türkei demonstrieren gegen Einschränkung der Pressefreiheit

In der Türkei haben tausende Menschen gegen wachsenden Druck der Behörden auf Journalisten und Medien demonstriert. "Genug!", riefen Demonstrierende am Samstag in der Metropole Istanbul mit Blick auf Repressionen gegen Medienschaffende. "Wir können nicht mehr atmen." Sie hielten Fotos von inhaftierten Journalisten hoch und riefen: "Wir werden uns dem Druck nicht beugen."

Bundesverkehrsminister: Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer "spannende Idee"

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) unterstützt die Idee, ein neues Ticket für gelegentliche Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel in ganz Deutschland einzuführen. "Das Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer ist eine spannende Idee. Denn ein einfacher Zugang zu den Angeboten von Bus und Bahn ist wichtig", sagte der Minister dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagsausgabe). Die Digitalisierung könne dazu neue Möglichkeiten schaffen.

"Rassistischer Terroranschlag": Ein Toter bei Angriff in Pariser Vorstadt

Bei einem offenbar rassistisch motivierten Anschlag auf offener Straße im Großraum Paris hat ein Mann einen Menschen erschossen und fünf weitere verletzt. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprach am Freitag von einem "rassistischen Terroranschlag". Der polizeibekannte Angreifer konnte festgenommen werden. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen zu dem Angriff, bei dem auch ein zwölfjähriges Mädchen schwer verletzt wurde.

Weißes Haus: Melania Trump vermittelt Waffenruhe in südukrainischer Stadt Oleschky

First Lady Melania Trump hat nach US-Angaben eine befristete Waffenruhe in einer von Russland besetzten Stadt im Süden der Ukraine erreicht. Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump habe "erfolgreich eine Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine bewirkt, die auf die Stadt Oleschky begrenzt ist", erklärte ihr Büro im Weißen Haus am Freitag. Die Waffenruhe solle ab dem kommenden Donnerstag gelten.

Textgröße ändern: