Deutsche Tageszeitung - EU-Kommission schlägt zum Teil deutlich geringere Fischfangquoten für die Ostsee vor

EU-Kommission schlägt zum Teil deutlich geringere Fischfangquoten für die Ostsee vor


EU-Kommission schlägt zum Teil deutlich geringere Fischfangquoten für die Ostsee vor
EU-Kommission schlägt zum Teil deutlich geringere Fischfangquoten für die Ostsee vor / Foto: © AFP

Die EU-Kommission hat für das kommende Jahr geringere Fangquoten für zahlreiche Fischarten in der Ostsee vorgeschlagen. So sieht der am Dienstag veröffentlichte Vorschlag eine Verringerung der Quoten im Hauptbecken der Ostsee für Scholle um drei Prozent und für Lachs um 27 Prozent vor. Lediglich die Quote für Lachs im Finnischen Meerbusen soll demnach um ein Prozent erhöht und die Quoten für Hering und Sprotte in der mittleren Ostsee beibehalten werden.

Textgröße ändern:

EU-Fischereikommissar Costa Kadis begründete die Kürzungen der Fangquoten mit "dem schlechten Zustand der Fischbestände in der Ostsee", von denen viele "kurz vor dem Zusammenbruch" stünden. Die EU-Vorschriften müssten umgesetzt und Maßnahmen auf allen Ebenen ergriffen werden, forderte Kadis. Sonst werde sich "diese Situation in den kommenden Jahren" fortsetzen. "Wir müssen die Fischbestände wiederaufbauen und das Ökosystem in der Ostsee stärken", erklärte er.

Der Kommissionsvorschlag sieht vor, dass die Fangquoten für Hering im Bottnischen Meerbusen um 62 Prozent und im Rigaischen Meerbusen um 17 Prozent gesenkt werden. Zudem sollen die erlaubten Beifänge von Hering in der westlichen Ostsee um 50 Prozent und die Beifänge für Dorsch in der westlichen Ostsee um 84 Prozent und in der östlichen Ostsee um 63 Prozent gesenkt werden.

Die Landwirtschafts- und Fischereiminister der EU kommen ab dem 7. September zu einem informellen Treffen in Kopenhagen zusammen, um unter anderem über die Fischfangquoten in der Ostsee für 2026 zu diskutieren.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Ermittler untersuchen Geschäftsräume der Deutschen Bank

Wegen des Verdachts auf gemeinschaftliche Steuerhinterziehung haben Ermittler am Mittwoch die Räumlichkeiten der Deutschen Bank durchsucht. Ein Sprecher des Geldinstituts bestätigte der AFP auf Anfrage, "dass in den Geschäftsräumen der Deutschen Bank eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Düsseldorf durchgeführt wird". Nach Berichten der "Süddeutschen Zeitung", NDR und WDR wird gegen zehn früherer Manager der Deutsche-Bank-Tochter Postbank wegen des Vorwurfs der gemeinschaftlichen Steuerhinterziehung ermittelt.

Französischer Modelagent mit engen Verbindungen zu Epstein tot aufgefunden

Der französische Modelagent Daniel Siad mit engen Verbindungen zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist am Montagabend in der Nähe von Paris tot aufgefunden worden. Die Staatsanwaltschaft von Nanterre teilte am Mittwoch mit, sie habe eine Untersuchung zur Ermittlung der Todesursache eingeleitet, nachdem die Leiche Siads in dessen Haus in Colombes in der Nähe von Paris entdeckt worden sei. Die Staatsanwaltschaft kündigte zudem eine Autopsie der Leiche an.

Bundesregierung will Cybersicherheit der Verwaltung stärken

Mit einem neuen Sicherheitsprogramm soll die Bundesverwaltung besser vor Cyberangriffen geschützt werden. Das Bundeskabinett beschloss dazu am Mittwoch die Einrichtung des Programms "CyberGovSecure". Unter Federführung des Digitalministeriums soll die Verwaltung des Bundes widerstandsfähiger werden im Kampf gegen Spionage, sogenannte Ransomware-Angriffe auf IT-Dienstleister oder koordinierte Überlastungsangriffe.

Viel Zuspruch für Alkoholverbot an Bahnhöfen

Der Vorstoß der Deutschen Bahn, den Alkoholkonsum an allen Bahnhöfen in Deutschland zu verbieten, stößt auf viel Zuspruch. Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), begrüßt die Ankündigung genau wie die Gewerkschaft der Polizei. Auch aus der SPD kam ein grundsätzlich positives Echo, allerdings brauche es dafür personelle Verstärkung. Zudem kam der Ruf nach einer Ausweitung des Verbots auf die Züge.

Textgröße ändern: