Deutsche Tageszeitung - Kraft Heinz will Geschäft in zwei Unternehmen aufspalten

Kraft Heinz will Geschäft in zwei Unternehmen aufspalten


Kraft Heinz will Geschäft in zwei Unternehmen aufspalten
Kraft Heinz will Geschäft in zwei Unternehmen aufspalten / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Der US-Konzern Kraft Heinz hat seine Aufspaltung in zwei Unternehmen bekanntgegeben. Der Aufsichtsrat habe sich einstimmig für einen Plan ausgesprochen, den Hersteller von Produkten wie Heinz-Ketchup und Philadelphia-Frischkäse "in zwei unabhängige, börsennotierte Unternehmen" aufzuteilen, erklärte Kraft Heinz am Dienstag. Das werde beiden Unternehmen zu einem größeren "strategischen und operativen" Fokus verhelfen. Den Angaben nach soll die Transaktion im zweiten Halbjahr des nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Textgröße ändern:

Eine der beiden Firmen wird demnach unter anderem die Marken Heinz und Philadelphia und einen Umsatz von rund 15 Milliarden Dollar unter ihrem Dach vereinen. Zur zweiten sollen dann unter anderem die Produkte der Marke Oscar Mayer gehören, die für Aufschnitt und Hotdog-Würstchen bekannt ist, sowie Snack-Produkte der Marke Kraft. Diese Sparte machte 2024 einen Umsatz von rund zehn Milliarden Dollar. Sie soll als künftige eigenständige Firma vom derzeitigen Kraft-Heinz-Chef Carlos Abrams-Rivera geführt werden.

Kraft Heinz war 2015 durch den Zusammenschluss der Unternehmen Kraft Foods und Heinz entstanden. Der größte Anteilseigner ist derzeit die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway des US-Investors Warren Buffet mit 27,25 Prozent.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Wirtschaftsministerin Reiche: Keine Maßnahmen gegen hohe Spritpreise geplant

Die Bundesregierung plant nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) derzeit keine neuen Maßnahmen wegen der hohen Spritpreise. Sie verwies auf die knappe Haushaltslage: "Wir haben mit der Spritpreisbremse ein sehr, sehr teures Instrument eingesetzt. Das hat uns viele Milliarden Euro gekostet", sagte sie den Sendern RTL und ntv. "Diese sind momentan im Bundeshaushalt auch nicht zur Verfügung."

Mehr Autos pro Einwohner: Pkw-Dichte in Deutschland nimmt weiter zu

Die Pkw-Dichte in Deutschland hat im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Zum Jahresbeginn 2026 kamen auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner durchschnittlich 593 Autos, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Das sind drei Autos mehr pro 1000 Einwohner als im Vorjahr. Seit 2008 ist die Pkw-Dichte kontinuierlich angestiegen.

Neue US-Zölle gegen Brasilien in Kraft - Brasília will verhandeln

Die neuen Zölle von US-Präsident Donald Trump auf die Einfuhr vieler Produkte aus Brasilien sind am Mittwoch in Kraft getreten. Zugleich erklärte die Regierung in Brasília, sie werde zunächst nicht mit Gegenmaßnahmen reagieren, sondern setze auf Verhandlungen. Trumps Regierung scheint sich derzeit auf die nächste breite Zoll-Offensive vorzubereiten.

Studie: Investitionen in deutsche Startups im ersten Halbjahr weiter gestiegen

Die Investitionen in Startups aus Deutschland sind im ersten Halbjahr einer Studie zufolge weiter gestiegen. In den vergangenen sechs Monaten erhielten Jungunternehmen knapp 5,3 Milliarden Euro, wie die Beratungsgesellschaft EY am Mittwoch mitteilte. Das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damals hatten Startups etwa 4,6 Milliarden Euro an Risikokapital gesammelt.

Textgröße ändern: