Deutsche Tageszeitung - OECD-Studie: Deutschland stark bei beruflicher Bildung

OECD-Studie: Deutschland stark bei beruflicher Bildung


OECD-Studie: Deutschland stark bei beruflicher Bildung
OECD-Studie: Deutschland stark bei beruflicher Bildung / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Eine OECD-Studie hat Deutschland gute Ergebnisse bei beruflicher Bildung und Beschäftigung junger Menschen attestiert - warnt aber vor sozialen Ungleichheiten. Dies teilten das Bildungs- und das Forschungsministerium am Dienstag in Berlin unter Verweis auf die Studie mit. Demnach befinden sich hierzulande 59  Prozent der 18- bis 24-Jährigen in Ausbildung oder Studium, deutlich mehr als der OECD-Durchschnitt von 53  Prozent.

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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) analysierte für die Studie "Bildung auf einen Blick 2025" die Bildungssysteme der 38 OECD-Staaten sowie weiterer Beitrittsländer und Partnerstaaten.

In Deutschland sind demnach nur zehn  Prozent der 18- bis 24-Jährigen weder in Bildung noch Beschäftigung, deutlich weniger als der OECD-Wert von 14  Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit 2,7  Prozent ebenfalls unter dem OECD-Durchschnitt.

Hierzulande schließen außerdem überdurchschnittlich viele Hochschulabsolventinnen und -absolventen in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik ab - und zwar 35 Prozent. Dies ist laut Studie der höchste Anteil unter den OECD-Ländern; der Durchschnitt liegt bei 23 Prozent.

Eine weitere positive Entwicklung: Den Angaben zufolge stieg in den vergangenen fünf Jahren die Erwerbsquote der 25- bis 34-Jährigen ohne Sekundarabschluss von 59 auf 61  Prozent, der Anteil mit Bachelor-Abschluss von 21 auf 23  Prozent.

"Trotz der Fortschritte bleiben Herausforderungen", erklärten die Ministerien. So sei die Arbeitslosenquote bei geringqualifizierten Erwachsenen weiterhin hoch, zudem bestünden nach wie vor soziale Ungleichheiten beim Zugang zu frühkindlicher Bildung.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) nannte die Studie "ermutigend". Diese zeige: "Deutschland ist ein hochqualifiziertes MINT-Land." Das Potenzial gelte es weiter zu heben.

Für die Berliner Bildungssenatorin und Vertreterin der Bildungsministerkonferenz, Katharina Günther-Wünsch (CDU), verdeutlicht der OECD-Bericht aber auch den Handlungsbedarf. "Noch immer verlassen zu viele Jugendliche die Schule ohne Abschluss, und die Herkunft prägt den Bildungserfolg nach wie vor zu stark", erklärte sie.

(G.Khurtin--DTZ)

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